Seit Februar habe es in der Region Fulda bis auf einzelne kurze Schauer keine nennenswerten Niederschläge gegeben, stellt Schramm fest. Die Trockenheit sei beispielsweise auf den Wiesen deutlich zu bemerken: „Die müssten schon weiterentwickelt sein.“ In den vergangenen Tagen hätten viele Landwirte in Osthessen mit der Aussaat des Sommergetreides begonnen, die Mais-Aussaat stehe in den kommenden Tagen an. Für ein gutes Wachstum sei aber ausreichend Regen notwendig. Der Geschäftsführer hoffe deshalb auf ein baldiges Wetter-Tief mit ausreichend Schauern: „Das ist dringend angebracht.“ Schramm betont, dass die Entwicklung der Pflanzen für die diesjährige Ernte noch völlig offen sei. Aktuell würden viele Pflanzen durch die hohe Sonneneinstrahlung gut wachsen. Das sei aber nur eine Momentaufnahme: „Es braucht immer wieder Niederschläge.“ Sollte der April ähnlich trocken bleiben wie der März, könne das eine unterdurchschnittliche Grasernte bedeuten. Im schlimmsten Fall könne es zu Ertrags-Einbußen bei der Ernte kommen, so der Landwirt: „Man muss es beobachten.“
Die aktuelle Situation sei für die Landwirte nicht einfach, erzählt Schramm: „Es wurde schon eine Vorleistung gebracht.“ Die Bauern hätten beispielsweise schon die Böden bearbeitet, gedüngt und ausgesät, was alles mit Kosten verbunden sei. Manche würden mit Sorge auf die kommenden Monate blicken. „Wir kommen aus einer Phase mit gutem Niederschlag“, meint der Geschäftsführer des Verbands mit Blick auf das vergangene Jahr. Ob sich die Situation bessert oder die Trockenphase anhält, könne aktuell nicht sicher gesagt werden.
