„Es hat sich körperlich schon einiges geändert“, staunt Köhler rückblickend auf die Trainingszeit, die er intensiv nutzte: „Das Gesamtgewicht ist runter, die Muskulatur kommt raus. Ich fühle mich sehr gut, auch was das Körperliche und die Fitness angeht“. Alle Qualen hätten sich bereits gelohnt, doch das große Highlight steht erst noch bevor.
Für die Vorbereitung auf den Kampf musste Köhler Abstriche an anderen Enden machen: „Einen großen Dank dabei an meine Frau“, möchte er betonen: „Ich bin öfters spät nach Hause gekommen und habe an Wochenenden trainiert. Meine Familie, speziell sie, hat mir den Rücken freigehalten, sonst wäre das nicht so gut gegangen“. Beim Boxen möchte Köhler dennoch auch in Zukunft bleiben, wenn auch in kleinem Umfang. „Alles andere ist mit der Arbeit nicht darstellbar“. Einmal die Woche Training im Gym sei realistisch, dazu Cardio-Training. Denn der Betreiber der Altstadt-Kneipe in Fulda will Vorreiter sein und schwärmt vom Boxen: „Ich habe ja schon vieles ausprobiert. Aber sowas wie hier habe ich noch nicht erlebt. Wie respektvoll alle miteinander umgehen und zusammenhalten, egal wie weit oder wie neu du bist. Ich kann es nur jedem empfehlen, der effizient etwas für sich machen möchte. Es fordert einen und bringt Ergebnisse“.
Dabei dankt Köhler auch Trainer Sergej Braun und dessen Team aus dem Brauns Gym, das ihn auf dem Weg begleitet hat, der am 5. April im Esperanto seinen Höhepunkt findet. „Es war eine verrückte, geile Zeit. Wir haben versucht, uns gegenseitig besser zu machen“. Das Gewicht für den Kampf gegen Arian Krasniqi hat Köhler nahezu „on point“ – 85 Kilogramm sind ausgerufen. „Ich liege sogar noch ein kleines bisschen drunter, das ist kein Problem“. Am großen Tag selbst wird Sergej Braun abends ebenfalls im Ring stehen, daher werde Köhler von Brauns Trainern sowie Patrick Franz betreut, und hatte auch bereits ein Coaching bekommen, was Kommandos angeht: „Die muss man ja in dem ganzen Trubel raushören können“.
Unterstützung bekommt Köhler in der Esperantohalle ebenfalls: Das gesamte Team von Eberlein Automobile aus Kassel hat sich angekündigt, Ferrari Deutschland soll mit einer Riege vor Ort sein, einige Freunde von Köhler aus beruflichem Umfeld, und so weiter. „Meine Eltern kommen auch, was mich sehr stolz und glücklich macht“, betont er: „Damit habe ich nicht gerechnet“. Bruder, Schwager, Schwägerin – Köhler könne gar nicht alle aufzählen und freut sich auch schon auf die Aftershow-Party in der Kneipe.
Bis dahin sind es aber noch einige Tage „Vollgas“ im Training. „So lange, bis Sergej sagt, es reicht“, schmunzelt Köhler: Krafttraining und Sparring, teilweise um 6 Uhr morgens. „Wir wollen perfekt vorbereitet sein“. Ein Grundkribbeln sei bereits da, gibt er zu, zum Wiegen hin, beim Face off, „und wenn man den Ring dann zum ersten Mal sieht“, werde es wohl noch ein „größerer Schauer“ werden.
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Wenn am 5. April die Amateur-Kämpfer und auch die Profis um Sergej Braun in den Ring steigen, wird die Esperantohalle wieder Kopf stehen. Noch gibt es Tickets, doch die Halle ist schon sehr gut gefüllt. Karten gibt es online bei Eventim unter diesem Link.
