Die Sitzbänke und Blumenkübel wurden im Kreis dort hingestellt, wo sonst Autos parken. „Alle Maßnahmen, die wir in dem Förderquartier machen, haben etwas mit Beteiligung zu tun“, berichtete Quartiermanager Christian Völkel: „Von Anfang an war klar, dass ein zentraler Platz, ein Quartiersplatz gewünscht wird.“ Er und sein Team freuen sich daher, dass die Bewerbung für das Projekt „Straßen neu entdecken“ bei der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität erfolgreich war und das Nordend kurzfristig die Stadtmöbel des Modells „City Decks“ ausgeliehen bekam.
Auf den Podesten mit Bänken sind jeweils auch Pflanzkübel montiert und die wurden nun bestückt. „Wir haben viele Ehrenamtlich, die mit dabei sind“, berichtete Völkel. Ob Eltern mit Kindern oder ältere Menschen – alle Generationen halfen mit, ein buntes Bild entstehen zu lassen. „Vom städtischen Betriebshof wurden die Pflanzgefäße alle schon präpariert mit Erde und Substrat“, schilderte Völkel: „Die Pflanzen wurden heute Morgen von der Firma Kümmel gebracht.“ In manchen Kübeln wurden ausschließlich Kräuter gepflanzt. „Es wird rundum ein Ort, an dem die Menschen sich gerne aufhalten wollen“, war sich der Quartiermanager sicher. Das Projekt Quartiersplatz läuft noch bis zum 25. Juni, in dieser Zeit kann eine mögliche langfristige Umnutzung der Fläche erprobt werden.
Vor der Pflanzaktion hatte es noch den Osterputz im Quartier gegeben. Ausgestattet mit Müllzangen und Handschuhen hatten sich die Bewohner auf den Weg gemacht. Zum Transport der vollen Müllsäcke und Eimer kamen unter anderem Bollerwagen zum Einsatz. „Die Saubermachaktion ist wieder ein voller Erfolg“, sagte sich Völkel: „Wir haben wieder haufenweise Müllsäcke.“ Es kam so viel Abfall zusammen, dass gar nicht alles zurück zur Quartiersmitte gebracht werden konnte und noch ein extra Ablageplatz eingerichtet werden musste. Neben alltäglich auf den Straßen zu sehenden Abfällen, wie zum Beispiel Papiertaschentüchern und Essenverpackungen, und Sperrmüllteilen gab es auch einen besonders unschönen Fund. „Ein totes Kaninchen in einer Plastiktüte“, sagt Völkel.
