Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld stellte Prof. Dr. Uta Weyand-Schäfer, Gründerin und Leiterin der Pianale, das Programm vor. Anders als bei einer „normalen“ Pressekonferenz wurde dort gleich ein kleiner Vorgeschmack auf das kommende Festival gegeben. Dazu hatten die Veranstalter gemeinsam mit der Stadt Fulda zwei ehemalige Pianale-Gewinner eingeladen, die auf dem Klavier einige Stücke spielten. Julius Egensperger (18) aus München und Milda Daunoraite (23), aus Litauen stellten neben der Musik auch gleich ihre eigenen Erfahrungen mit der Pianale vor.
„Vielen Dank für diesen schönen Auftakt“, freute sich OB Wingenfeld und fügte nach dem Eröffnungsstück Egenspergers an: „Das ist wahrscheinlich die schönste Art, eine Pressekonferenz durchzuführen.“ Die Stadt Fulda pflege den hohen Anspruch, ein vielfältiges Kunst- und Kulturangebot zu schaffen, stellte er weiter heraus. „Da freut es uns besonders, mit der Pianale einen so großen internationalen Impuls zu setzen, und gerade in diesen Zeiten, junge Künstler zu inspirieren“, führte Wingenfeld aus.
An der Pianale dürfen jedes Jahr insgesamt 30 aufstrebende Klavier-Virtuosen zwischen zwölf und 30 Jahren aus der ganzen Welt teilnehmen, um ihr Können unter Beweis zu stellen. In verschiedenen Konzerten an neun verschiedenen Standorten in Fulda treten diese in den beiden Altersgruppen „Juniors“ (von zwölf bis 17 Jahre) und „Seniors“ (von 18 bis 30 Jahre) gegeneinander an. Eine siebenköpfige Jury aus Dozenten kürt am Ende einen Sieger. Zwar sei der Anmeldeschluss für die Teilnehmer erst im Juni, aber bereits jetzt sei die Pianale fast vollständig ausgebucht, erklärte Weyand-Schäfer: „Wir haben nur noch vier Plätze bei den ‚Seniors‘ frei.“
Dieses Jahr habe es auch einige organisatorische Änderungen gegeben, führte sie weiter an. So könnten die Konzerte in der Theologischen Fakultät wegen dort stattfindenden Sanierungsarbeiten nicht stattfinden. Stattdessen habe aber die Winfriedschule ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagte die Pianale-Gründerin und ergänzte: „Auch dafür, dass wir hier in Fulda auf so hochwertigen Instrumenten spielen dürfen. Das ist wirklich keine Selbstverständlichkeit.“ Die neun Veranstaltungsorte im Sommer werden das Stadtschloss Fulda, das Vonderau Museum, das Eichenzeller Schlösschen, das Kloster Frauenberg, die Orangerie, Palais Hohhaus Lauterbach, die Alte Universität Fulda, Schloss Fasanerie und natürlich der Fuldaer Schlossgarten sein. Bei Letzterem gab es zusätzlich eine kleine Änderung. Dort werden die Eintrittskarten nämlich erheblich günstiger. „Wir haben beschlossen, den Preis dort auf 12,50 Euro pro Person zu senken“, berichtete Weyand-Schäfer: „Wir hoffen, dass wir damit das Angebot vielleicht attraktiver für junge Menschen, beispielsweise Studenten machen können.“ Bis zu zwei Kinder pro Familie erhalten außerdem kostenfreien Eintritt. Die Karten für alle Pianale-Konzerte können bereits jetzt auf Reservix erworben werden.
Ein weiteres Novum stellen die Frühlingskonzerte dar. Das erste begeisterte schon am Mittwoch, 23. April, das zweite steht gleich am Donnerstag in der Hochschule an. Dort spielen noch einmal die beiden Pianale-Preisträger und erzählen von ihren Erfolgsgeschichten bei dem Wettbewerb.
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