Der bisherige Trägerverein des CSD in Fulda habe sich dazu entschlossen, die Veranstaltung nicht mehr auszurichten. Deshalb haben sich viele Fuldaer Vereine, unter anderem Aids Hilfe, Kreuz, Queere Stunde, Pro Familia und andere, zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um die große Demonstration zu veranstalten. Gemeinsam haben sie ein Konzept ausgearbeitet, das den CSD in diesem Jahr noch deutlich größer mache als in den vergangenen drei Jahren, erklärte Initiatorin Emily Charlotte Rödel. So soll es neben der Parade durch Fulda am 12. Juli auch eine ganze Aktionswoche von Freitag, 4. Juli, bis Freitag, 11. Juli, mit vielen verschiedenen Veranstaltungen in der Stadt geben. Darunter beispielsweise Lesungen, ein queeres Picknick, Filmvorführungen, Diskussionsveranstaltungen und natürlich weitere Formate, die Sichtbarkeit und Austausch fördern sollen.
Durch den Wechsel des Trägers, würden sich allerdings auch viele Herausforderungen ergeben, berichtet sie. Darunter das fehlende Netzwerk und vor allem fehlende finanzielle Mittel, führt die Initiatorin an: „Wir haben bei den beiden Organisationen ‚Aktion Mensch‘ und ‚Demokratie leben‘ Förderanträge gestellt, um die finanziellen Mittel aufzubringen. Diese sind bisher aber noch nicht bewilligt. Wir sind auf Spenden von Fuldaer Unternehmen angewiesen.“ Deshalb suchen die Veranstalter auch noch weitere Unterstützer aus Fulda. „Wir rufen Unternehmen, Vereine und Institutionen in der Region auf, den CSD zu unterstützen und gemeinsam ein starkes Zeichen für Vielfalt, Respekt und eine buntes Fulda zu setzen“, fügte Susanne Maul, Geschäftsführerin der Aids-Hilfe Fulda, an und ergänzte: „Gerade in der heutigen Zeit ist Sichtbarkeit und das Einstehen für LSBTI*-Rechte wichtiger denn je.“ Die sei in Fulda aber bisher recht rar gewesen, stellte sie weiter fest. „Es gibt so gut wie keine Orte, an denen sich queere Menschen versammeln können. Fulda hat kein Zuhause für queere Menschen.“ Deshalb sei in diesem Jahr auch die Gastronomie eingeladen, sich an der Veranstaltung zu beteiligen, fügte Rödel an: „Zeigt mit uns gemeinsam Flagge. Es soll nicht so sein, dass wir und die Stadt die einzigen sind, die an diesem Tag teilnehmen.“ Interessenten können unter kontakt@fulda-pride.de Kontakt zum Organisationteam aufnehmen.
Der diesjährige CSD ist am Samstag, 12. Juli, geplant. Erste weitere Informationen zum Programm und den Aktionen wird es bei den Maikundgebungen geben. Die Träger des CSD nehmen dort gemeinsam mit einem Infostand teil.
