„So viele Leute habe ich noch nie am Sportplatz gesehen“, staunte Mottens-Trainer Marius Gruber. Es war das erwartete Duell auf Augenhöhe mit den beiden besten Offensiv- und Defensivabteilungen der Liga. Die Gäste kamen etwas besser ins Spiel, erwähnenswerte Torchancen blieben allerdings zunächst aus. „In der ersten Halbzeit waren wir weit von unserer Bestform entfernt“, sagte Gruber. Nach einer halben Stunde bekamen die Gäste einen Freistoß, der unglücklich von Torhüter Felix Schleicher geklärt wurde. Branimir Kusturic stand goldrichtig und lenkte den Ball zur 1:0-Führung über Linie. Kurze Zeit später der nächste Freistoß und dieses Mal verwandelte Blagoja Naumoski direkt.
Nach der Pause zeigte Motten ein anderes Gesicht. „Im zweiten Durchgang hatten wir viel Ballbesitz. Das Spiel spielte sich überwiegend in der Hälfte von Schmalnau ab“, erläuterte Gruber. An der stabilen Defensive der Hausherren gab es für die Gäste auch kein Vorbeikommen mehr. „Sie hatten keine klaren Chancen mehr“. In der 75. Minute hatte der SCM bei einer Doppelchance den Anschlusstreffer auf dem Fuß, vergab jedoch knapp. Julius Mott ließ sein Team in der 90. Spielminute mit einem schönen Treffer aus 16 Metern nochmal kurz hoffen, mehr war in der Nachspielzeit aber nicht mehr drin. Schmalnau/Hettenhausen gewann das Spitzenspiel mit 2:1 und steht jetzt mit einem Punkt Vorsprung auf Motten und mit noch einem Spiel in der Hinterhand auf Platz eins in der Tabelle. „Der Sieg von Schmalnau ist nicht unverdient. Sie waren ein bisschen cleverer als wir. Mit ein wenig Glück holen wir noch ein Unentschieden“, so Mottens Trainer nach Abpfiff. Für die Spieler was die Atmosphäre mit 400 Zuschauern am Sportplatz etwas Besonderes. „Die Stimmung war gut – es ging ordentlich zu Sache“.
Schmalnau/Hettenhausen: Klingner; Brandenburg, Bolz, Bönisch, L. Bohnwagner, Naumoski, Madzar, Bohl, J. Bohnwagner, Kusturic, Will – Barth; Wehner, Kümmel, Barth, Bauer, Schleicher, Novakovic, Sorg.
Tore: 0:1 Branimir Kusturic (30.), 0:2 Blagoja Naumoski (35.), 1:2 Julius Mott (90.)
Zuschauer: 400
