Das letzte Aufeinandertreffen der beiden ist länger her, aber noch in bester Erinnerung: In der Saison 2022/2023 konnten sich die Gäste aus Schmalnau/Hettenhausen am letzten Spieltag mit 3:1 gegen Motten durchsetzen und feierten die Meisterschaft. Nun steht wieder viel auf dem Spiel – es trifft der Spitzenreiter auf den Dritten.
Es ist das erste Duell zwischen beiden, Ende April sie erneut im Rückrundenspiel aufeinander. Mit 47 Punkten steht Motten aktuell an der Tabellenspitze, zwei Zähler vor der SGSH auf Rang drei. Beide Teams kämpfen wieder um den Aufstieg in die KOL, davon will Gäste-Trainer Marko Novakovic aber nichts wissen. „Erstmal muss man dafür sorgen, sich den Rücken freizuhalten. Wir nehmen es so hin, wie es kommt“, sagt der Coach – schließlich lauert hinter seinem Team auch noch Dalherda.
Auch der Verein sehe die Mannschaft nicht in der Pflicht, auf direktem Weg zurück in die Kreisoberliga zu kehren. „Wir definieren unseren Erfolg nicht über die Liga. Uns ist wichtig, dass wir dasselbe Team auch nächstes Jahr aufs Feld schicken und den Jungs eine anständige Plattform bieten, ihrem Hobby nachzugehen und Spaß zu haben“, erläutert Novakovic. Und das mit Erfolg. Mit einem Dreier am Freitagabend würde Schmalnau/Hettenhausen die Tabellenführung übernehmen. Am Sonntag gastiert das Novakovic-Team dann noch bei Büchenberg/Utrrichshausen, während Motten das nächste Spitzenspiel gegen Dalherda vor sich hat. Der Tabellenzweite Hofbieber II ist parallel bei Dipperz/Dirlos II großer Favorit, hat aber schon mehr Spiele als die Konkurrenz an der Spitze absolviert.
„Wir bereiten uns unabhängig von der Tabelle vor. Einfache Aufgaben können das Leben auch schwer machen“, sagt Novakovic, der in Motten bärenstarke Hausherren erwartet. Mit 64 Toren und 18 Gegentreffern stellt der SCM ein ähnliches Torverhältnis wie die Gäste, die mit 66 erzielten Treffern und 17 Gegentoren die beste Offensive als auch Defensive der Liga haben. Ein Torfestival kann sich Novakovic allerdings nicht vorstellen. „In der Liga hat das nicht so viel zu sagen. Da kannst du ein Spiel 6:0 gewinnen und verlierst danach 0:1“. Sein Team fiebert dem Top-Duell jedenfalls entgegen: „Wir freuen uns, dass wir uns solche Spiele erspielt haben. Sowas brauchst du, sonst macht die Saison ja keinen Spaß“. Personell sehe es soweit gut aus. „Ich bin fit und einsatzbereit“, schmunzelt er – aber auch für den Großteil der Mannschaft gilt das.
„Wenn du Tabellenführer bist, willst du es auch am Ende der Saison sein“, sagt wiederum Mottens Trainer Marius Gruber. Dennoch nimmt der Coach seinem Team den Druck, in dieser Saison – und zu seinem Abschied als Coach – den Aufstieg perfekt zu machen. „Wir sind immer noch eine ziemlich junge Mannschaft. Wir haben noch die Zeit, es Jahr nächstes oder in zwei Jahren zu schaffen“, so Gruber. Besonders mit Blick auf das Restprogramm des SCM stehen noch einige schwere Aufgaben bevor, die erstmal bewältigt werden müssen. Angefangen am Freitagabend vor heimischer Kulisse. „Es ist ein absolutes Topspiel. Sie haben wahrscheinlich die beste Mannschaft der Liga“, ist sich der Coach der Stärke der SGSH bewusst. Seit 15 Spielen ist Schmalnau/Hettenhausen ungeschlagen und erspielte sich 39 von möglichen 45 Zählern in dieser Zeit. Zuletzt mussten sich die Gäste im August geschlagen geben. „Das wird ein Spitzenspiel“, erwartet Gruber ein geiles Duell. „In den vergangenen Jahren sind in den Spielen auch immer einige Tore gefallen. Beide Teams haben eine gute Offensive“. Auch fußballerisch können sich die Zuschauer am Sportplatz in Motten auf einen Leckerbissen freuen, solange der Rasen mitmacht.
