Lokales FD 20.04.2025

30 Jahre Klapperkinder Petersberg – 300 Euro für Kinder in Ukraine

Petersberg (fp) – Insgesamt 104 Kinder und Jugendliche zogen vor Ostern durch die Straßen von Petersberg und klapperten in der Gemeinde. Damit leben sie eine alte christliche Tradition, denn am Karfreitag und Karsamstag bleiben die Kichenglocken still. Mit dem Klappern sollten damals die Menschen an die Gebetszeiten erinnert werden.

Foto: Christine Görlich

Geklappert wird auf hölzernen Instrumenten. Für diesen Dienst, erhalten die Kinder Süßigkeiten und der Heimatverein Petersberg Spenden von den Anwohnern der Gemeinde. Insgesamt 6000 Euro wurden an die Kinder und Jugendlichen verteilt, erklärte Oberklappermeister Felix Gaul. „Jeder kriegt 60 Euro. Also 50 Euro als Spende und zehn Euro Schlechtwettergeld“, berichtete er mit einem Augenzwinkern.

Ein Teil des Geldes wird von der Caritas an ein Projekt in der Ukraine gespendet, um dort in Not geratene Kinder zu unterstützen, die ihre Eltern im Krieg verloren hatten. Insgesamt 300 Euro konnten so an Ansgar Erb, Vorstandsmitglied des Caritasverbandes für die Diözese Fulda, übergeben werden. „Ich habe bereits lange Jahre Klapperkinder in Neuenberg betreut, aber so viele waren da nie“, lobte Erb beeindruckt. Er dankte den Kindern für ihr Engagement.

Organisiert wird der Brauch jedes Jahr vom Heimatverein Petersberg und dem Oberklappermeister Felix Gaul. Dieser hatte die Tradition 1995 wieder ins Leben gerufen und seit jeher die Führung übernommen. Zum Jubiläum legte er aber sein Amt ab und übergab das Zepter an Michael Jansen, der neuer Oberklappermeister in Petersberg ist. Zum Dank für seinen langjährigen Einsatz wurde Gaul von Michael Kircher, Erster Vorsitzender des Heimatvereins Petersberg, zum Ehrenoberklappermeister ernannt.

Klapperkinder in Petersberg. Fotos: Christine Görlich