Ärztinnen und Ärzte des Klinikums Fulda, der niedergelassenen kardiologischen Praxen und umliegenden Kliniken referierten zu Themen rund um die Herz-Kreislauf-Medizin. Als Gast-Referenten waren international renommierte Ärzte des Universitätsklinikums Heidelberg und des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart der Einladung nach Osthessen gefolgt. Die Teilnehmer wurden begrüßt durch die Vorsitzenden der Ärztenetzwerke der Region: Dr. Silvia Steinebach für die Ambulante Medizin Osthessen (AMO) und Ralph Hönscher für das Gesundheitsnetzwerk Osthessen (GNO). Beide Netzwerke waren auch in diesem Jahr wieder an der Gestaltung des Programms beteiligt.
Der neue Vorstand Administration des Klinikums Fulda, Michael Wilhelm, übernahm die Begrüßung der Teilnehmer im Gemeindezentrum Künzell. „Der Fuldaer Herztag ist ein Musterbeispiel für die Vernetzung von stationärer und ambulanter Medizin, die in den aktuellen Zeiten des Umbruches der Gesundheitsversorgung immer wichtiger wird“, fasst Wilhelm seine Eindrücke zusammen. Das Interesse an den Vorträgen, die sich mit den neuesten Erkenntnissen im gesamten Spektrum der Herzmedizin von arterieller Hypertonie und Vorhofflimmern bis zur Operation von Gefäß- und Aortenerkrankungen beschäftigten, war groß. Insbesondere das neue Kardio-CT-Gerät des Klinikums Fulda, das eine koronare Herzkrankheit auch ohne Herzkatheter ermöglicht, stand im Mittelpunkt des Interesses. Nachdem es im Vorjahr noch angekündigt wurde, konnte jetzt bereits über umfangreiche Erfahrungen mit der neuen Technik berichtet werden.
„Die große Teilnehmerzahl in diesem Jahr zeigt uns erneut, dass der Herztag bei unseren Partnern aus Kliniken und Arztpraxen in der Region Osthessen nach wie vor auf sehr großes Interesse stößt“, erklärt Prof. Dr. Volker Schächinger, einer der beiden wissenschaftlichen Leiter des Herztages und Direktor der Medizinischen Klinik I (Kardiologie) des Herz-Thorax-Zentrums Fulda am Klinikum Fulda. Ein weiteres Highlight war der Beitrag zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Kardiologie“: Anschaulich wurde den Teilnehmern anhand zahlreicher Beispiele aufgezeigt, wie die KI in der Medizin schon heute nutzbar ist und welches Potential diese Technik für die Zukunft hat. Diagnostik und Therapie in Klinik und Praxis werden sich zukünftig fundamental ändern.
Das Thema Herzinsuffizienz (Herzschwäche) ist ebenfalls fester Bestandteil des Fuldaer Herztages. Eine Krankheit, deren Behandlung sich das Herzinsuffizienz-Netzwerk Osthessen verschrieben hat, deren Mitglieder den Fuldaer Herztag aktiv mitgestalten. „Der direkte Austausch aller an der kardiologischen und herzchirurgischen Behandlung Beteiligten in der Region Osthessen ist von großem Vorteil“, berichtet Prof. Dr. Hilmar Dörge, ebenfalls wissenschaftlicher Leiter des Fuldaer Herztages und Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie am Herz-Thorax-Zentrum des Klinikums Fulda. Ein Quiz zum Thema „EKG“ fand großen Anklang sowohl bei den Ratenden als auch den Zuschauern und rundete das Programm ab.
Auch für das kommende Jahr ist wieder ein Herztag geplant: der 16. Fuldaer Herztag wird am 25. April 2026 stattfinden und auch hier wird es wieder spannende Themen rund um die Herzkreislaufmedizin geben. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.fuldaer-herztag.de.
