Wind und Wetter waren perfekt zum Segelfliegen – dies freute auch Organisator Klaus Schlingmann und seine Pilotenkollegen. Aus ganz Deutschland waren die insgesamt elf Teilnehmer angereist, um auf der Wasserkuppe ihr Treffen abzuhalten. „Die Flugschule hatte zu ihrem 100-jährigen Jubiläum die Idee gehabt, dass wir hier an der Wasserkuppe unser Treffen feiern können“, erzählte Schlingmann, der selbst aus Schwalmstadt-Ziegenhain kommt. Am ersten Tag stand nach dem gemeinsamen Frühstück das Aufrüsten auf dem Programm. Die Piloten luden ihre Segelflieger aus den Hängern und bauten sie für den Flug zusammen. Im Anschluss wurden sie abwechselt durch die Propellermaschinen der Flugschule in die Luft gezogen. Dabei saßen erfahrene Piloten ebenso am Steuer wie Flugschüler. „Für uns ist es auch eine schöne Möglichkeit unseren Schülern Zeit in der Luft zu geben“, freute sich Markus Kurz, Vizepräsident der Gesellschaft zur Förderung des Segelfluges auf der Wasserkuppe.
Während der Flüge wurden den Zuschauern am Boden einige Daten über die verschiedenen Pilatus-Typen erläutert und beim Blick nach oben konnte gestaunt werden, denn die Piloten glitten bei weitem nicht nur ruhig durch die Lüfte: Sie drehten ihre Segelflieger um die eigene Achse, sodass sie kopfüber flogen, oder stürzten die Nase voran für kurze Zeit Richtung Boden. Am Samstag steht ein Freestyle-Wettbewerb mit Rauch und Musik in einer Höhe von 1300 bis 300 Meter über dem Boden an. „Dabei geht es weniger um irgendwelche Punkte oder Pokale, sondern rein um den Spaß“, erklärte Schlingmann. Der Erstplatzierte erhält einen Gutschein bei einem Modellbaugeschäft, bei dem er sich sein Pilatus B4 nach Wunsch herstellen lassen. „Unsere Botschaft ist, dass die Leute sich die Flugschule mal anschauen, fliegen lernen und dann in einen der fünf Vereine aktiv fliegen können. Wir wollen den Segelflug bekannter machen“, erläutert Kurz.
