Lokales FD 11.10.2024

Wenn aus Science-Fiction Realität wird – Star-Trek-Vortrag kommt an

Fulda (gü) – Flachbildschirme, Touchscreens und medizinische Untersuchungen ohne Berührung – das sind nur einige der Dinge, die mittlerweile zum Leben gehören, aber schon vor Jahrzehnten in der Serie Star Trek zu sehen waren. In einem humorvollen Vortrag zum Abschluss des Digital und Anwenderforums fibit.business blickte Dr.-Ing. Hubert Zitt, Dozent und Autor, darauf, wie schwer es ist die Zukunft vorauszusagen und warum dennoch vieles, das bei Star Trek zu sehen war, tatsächlich Einzug in den Alltag hielt.

Referent Dr.-Ing. Hubert Zitt ließ sich während des Vortrags auf dem Star-Trek-Handy anrufen. Foto: Jasha Günther.

„Viele Dinge, die wir heute benutzen, wurden in Star Trek vorausgesagt“, sagte Zitt, manches sei sogar schon wieder seit vielen Jahren veraltet, wie zum Beispiel die Diskette. Dass die Serie und die Filme schon seit den 60er Jahren so treffsicher seien, habe einen Grund: Erfinder Gene Roddenberg habe von Beginn an Ingenieure, Wissenschaftler und Ärzte gefragt, wie sie sich die Zukunft vorstellen und schon früh ein Team engagiert, dass die Bücher der Kreativabteilung auf die zumindest theoretisch mögliche Umsetzung geprüft habe. Für die wissenschaftliche Richtigkeit der Reihe habe es schon in den 1960er Jahren eine Auszeichnung gegeben.

Bei Star Trek gab es von Beginn an eine Art Handys – heute tatsächlich als mit dem richtigen Smartphone koppelbare Bluetooth-Geräte erhältlich –, die Motorola  zur Entwicklung des weltweit ersten Klapphandys inspirierten. Flachbildschirme und Touchscreens, die aktuell aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind, waren ebenfalls von Beginn an dabei. Auch die später in die Serie, die in den Jahren zwischen 2150 und 3200 spielt, eingezogenen transparenten Bildschirme können heute schon hergestellt werden. „Was haben wir vor 40 Jahren im Fernsehen alles gesehen, von dem keiner Gedacht hat, dass er es noch erleben wird“, sagte Zitt und die Zeitspanne brauche gar nicht so lange sein: „Stellen Sie sich vor, ich hätte Ihnen vor 20 Jahren gesagt, Sie können mit einem Mobiltelefon ohne Berührung Ihren Blutzuckerspiegel messen.“ Dass die Zukunft aber dennoch so schwer vorherzusagen sei, liege daran, dass der technische Fortschritt exponentiell und nicht linear verlaufe. Was das bedeutet verdeutlichte er an einem Blatt Papier. Dieses einmal zu falten und ein zweites Mal zu falten mache noch keinen hohen Stapel daraus, ein 42-Mal gefaltetes Blatt würde aber bereits von der Erde bis zum Mond reichen.

Zur Einleitung seines Vortrags hatte Zitt auch all diejenigen abgeholt, die mit Star Trek bisher nicht viel zu tun hatten. Im Raum befanden sich aber auch einige Fans der Science-Fiction-Reihe. Einer hatte, wie auch Zitt, ein entsprechendes Uniform-Oberteil an, andere hatten sich das Star-Trek-Emblem an die Kleidung geheftet. Zu der Abendveranstaltung begrüßt hatte Gesa Gröning, Pressesprecherin des Vereins Zeitsprung IT-Forum Fulda, der die Veranstaltung im Morgensternhaus ausrichtete. Danach hatte Vorsitzender Dave Wollmann auf den fibit.business-Tag zurückgeblickt. „Ich habe gesehen, es wurde sich viel vernetzt, es wurden auch viele Fragen gestellt in den Vorträgen“, freute es sich über den regen Austausch und stellte noch kurz die vielfältigen Angebote und Formate von Zeitsprung vor.

Star-Trek-Vortrag bei der fibit.business. Fotos: Jasha Günther.