Lokales FD 31.10.2024

Gemeinsame Ablehnung vereint - Segensandacht in St. Josef

Fulda (pm/pf) – Eine berührende Segensandacht, die kürzlich im Caritas Altenpflegeheim St. Josef stattfand, widmete sich dem zentralen Thema der Überwindung von Ablehnung. Anhand der Metapher des fallenden Herbstlaubes wurde an diesem Nachmittag verdeutlicht, wie gemeinschaftliche Unterstützung dazu beitragen kann, die mit Ablehnung verbundenen emotionalen Verletzungen zu heilen. Es wurde deutlich, dass Ablehnung häufig ein schmerzhafter Aspekt unserer menschlichen Erfahrung ist, sei es in Freundschaften, in der Familie oder am Arbeitsplatz. Diese Gefühle sind nicht nur individuelles Leid, sondern stellen ein kollektives Problem dar, das viele Menschen betrifft.

Foto: Altenheimseelsorge Dekanat Fulda

Die weitreichenden Folgen von Ablehnung wurden angesprochen, insbesondere wenn sie von nahestehenden Personen ausgeht. Solche Erfahrungen hinterlassen oft tiefe Wunden, die schwer zu heilen sind und Gefühle der Einsamkeit und Isolation fördern. Der Dekanatskoordinator für Altenheimseelsorge im Dekanat Fulda, Diakon Dr. Meins Coetsier, hob hervor, dass auch Jesus Ablehnung erfahren hat, was den Anwesenden Trost und Verständnis für ihren eigenen Schmerz bot. Der Bibelvers aus Jesaja 53,3, der Jesus als „verachtet und von den Menschen verlassen“ beschreibt, mache deutlich, dass Ablehnung zum Menschsein gehöre und nur durch eine tiefe und vertrauensvolle Beziehung zu Gott und den Mitmenschen gemildert werden kann.

Empathie und Mitgefühl

Ein weiterer Schwerpunkt der Andacht war die aktive Förderung von Empathie und Mitgefühl. Gemeinschaft wurde als entscheidender Faktor gesehen, um die Wunden der Ablehnung zu heilen; durch gegenseitige Unterstützung können negative Emotionen in positive umgewandelt werden. Die Anwesenden wurden angeregt, darüber nachzudenken, wie wichtig es ist, Brücken in der Gesellschaft zu bauen, die eine Kultur der Akzeptanz und des Dialogs fördern, anstatt Mauern des Unverständnisses und der Ablehnung zu errichten. Vorurteile und Unwissenheit stehen dem Dialog und dem Verständnis für die Perspektiven anderer oft im Wege, weshalb Empathie und Mitgefühl in der heutigen Zeit von großer Bedeutung sind.

Stärke der Gemeinschaft

Der vom Diakon geleitete und von der Musikgruppe Divine Concern begleitete Segnungsandacht richtete sich nicht nur an die direkt Betroffenen, sondern an die gesamte Gesellschaft, um zu einer vertieften Auseinandersetzung mit den eigenen Haltungen anzuregen. Im Mittelpunkt stand die Kraft der Gemeinschaft, die durch bewegende Musik und persönliche Lieder zum Leben erweckt wurde. Die Teilnehmenden wurden daran erinnert, dass Gottes bedingungslose Liebe ein stabiler Halt in Zeiten der Ablehnung ist und dass niemand allein ist. Indem sie diese Liebe annehmen und sichtbar machen, können sie aktiv zu einer respektvollen und verständnisvollen Gemeinschaft beitragen.