Fußball 17.11.2024

Hessenliga – Maul, Zentgraf und Hussain: HSV gelingt Coup in Alzenau

Alzenau (pf) – Alzenau ist für die osthessischen Teams jüngst ein gutes Pflaster: Nach dem Steinbacher Sieg vor zwei Wochen gewann nun auch der Hünfelder SV in der Fußball-Hessenliga mit 2:1 (1:1) beim FCB und machte in der Tabelle wichtigen Boden gut. Der HSV nahm dabei die Bedingungen auf dem kleinen Kunstrasen am Prischoß an und konnte die Partie sogar drehen.

Fotos: Siggi Larbig

Amaar Hussain köpfte das entscheidende HSV-Tor in Alzenau. Foto: Christine Görlich

Fotos: Siggi Larbig

Es waren Joker Amaar Hussain, der für den am zwickenden Oberschenkel angeschlagenen Luca Uth gekommen war, sowie etwas Glück ob eines verschossenen Elfmeters der Alzenauer – und viele weitere, kleine Faktoren – die zusammenkamen. Es war so ein Tag, wie ihn Steinbach vor zwei Wochen in Alzenau hatte. Auch der SVS überraschte, damals beim Tabellenführer, mit 2:1, allerdings auf dem Rasen. Nun ging es auf den engen Kunstrasen neben dem Stadion, was für den Hünfelder SV aber kein großer Nachteil war. Im Gegenteil. „Das war kein Problem“, wusste Trainer Johannes Helmke schon vor der Partie. Auch der HSV zwang den FCB nun mit 2:1 in die Knie und bestätigte die Form: Es war bereits der vierte Sieg in Folge in der Liga! „Das ist eine super Serie“, strahlte der Coach.

Vor dem Spiel wurde FCB-Kapitän Marcel Wilke für die überragende Zahl von 300 Spielen im Alzenauer Trikot geehrt, weniger gut war hingegen die Nachricht für die Hausherren diese Woche, dass Daniel Cheron einen Kreuzbandriss erlitten hatte, auch der Ex-Fuldaer Almir Ziga ist langzeitverletzt.

Nach dem Anpfiff aber war Hünfeld gleich am Gaspedal: Zwei Ecken wurden anfangs schon mal im Ansatz gefährlich, die Gäste hielten Alzenau möglichst weit weg vom Tor und hatten selbst Möglichkeiten auf ein Tor. Mit dem vielleicht zweiten guten Abschluss ging der FCB dann aber in Führung: Seikel versuchte es aus der Distanz, Jannis Maul im Hünfelder Tor wehrte den Ball ab und Lukas Fecher durfte abstauben (19.). Kurz darauf machte Maul dann aber seinen kleinen Patzer wieder gut, nachdem Paul Seikel gefoult wurde, scheiterte der Ex-Neuhofer Djebbari per Foulelfmeter am HSV-Keeper (24.) – ein Hallo-Wach-Effekt für die Gäste. „Wir waren gut drin, kassieren dann den Rückschlag mit dem Gegentor, und dann war der gehaltene Elfer natürlich auch mit spielentscheidend“, befand Helmke.

Noch vor der Halbzeitpause konnte Hünfeld dann ausgleichen, es war Mark Zentgraf, der schön vom agilen und umtriebigen Maximilian Fröhlich bedient worden war. Fröhlich hatte selbst die eine oder andere Gelegenheit, dürfte sich aber auch über den Assist genauso gefreut haben. Mit dem Tor im Rücken gestaltete der HSV die zweite Hälfe in Alzenau absolut offen, es war ein Kampf auf Augenhöhe, aber auch etwas zerfahren, schilderte Helmke: „Alzenau hatte natürlich viel Ballbesitz, aber auch nicht in den gefährlichen Bereichen“, so Hünfelds Trainer – ehe Amaar Hussain dann nach Kevin Kriegers Eckball richtig stand und mit seinem Kopfball die Partie gedreht hatte (55.). Es war gleichzeitig das erste Hessenliga-Tor für den Neuzugang der Hünfelder.

Bayern Alzenau: Wopert; Ota (60. Behlil), Seikel, Djebbari, Renner, Nsandi (67. Kumar), Tiliudis, Fecher, Sarr, Wilke, Trageser (60. Schick).

Hünfelder SV: Maul; Witte, Häuser, Zöll, Dücker, Uth (46. Hussain), Fröhlich, Krieger (86. Bevz), Zentgraf, Müller (80. Vogler), Trägler (90.+5 Sawatzky).

Schiedsrichter: Patrick Werner (Bauschheim)

Tore: 1:0 Lukas Fecher (19.), 1:1 Mark Zentgraf (40.), 1:2 Amaar Hussain (55.)

Zuschauer: 250

Verschossener Foulelfmeter: Younes Djebbari (Alzenau, 24.) – Maul hält