In seinen einladenden Worten betonte Diakon Dr. Coetsier die Bedeutung des gemeinsamen Innehaltens. „Wir sind heute hier, um das Leben derer zu feiern, die uns vorausgegangen sind“, sagte er und lud die Anwesenden ein, sich an die schönen Momente und die wertvollen Erinnerungen zu erinnern, die sie miteinander teilen durften. Auch wenn die Verstorbenen nicht mehr physisch anwesend sind, bleiben ihre Einflüsse lebendig und prägen das Leben der Zurückgebliebenen.
Ein wichtiges Symbol der Feier war das blaue Vergissmeinnicht, das jeder Gast mit der Einladung von Einrichtungsleiter Sebastian Etzel erhielt. Die zarte Blume, die oft mit Erinnerungen an geliebte Menschen verbunden wird, stand an diesem Tag als Zeichen dafür, auch in der Hektik des Alltags innezuhalten und die wertvollen Erfahrungen zu würdigen, die unser Leben bereichert haben. Der Diakon und der Pfarrer ermutigten die Anwesenden, sich immer wieder an diese kleinen, aber wichtigen Momente zu erinnern. In einer kleinen Feierstunde verlas Seelsorgerin Michaela Wagener die Namen aller in diesem Jahr verstorbenen Bewohner. Gleichzeitig entzündete Einrichtungsleiter Sebastian Etzel für jeden verstorbenen Bewohner eine Gedenkkerze.
Schließlich wurde die Feier zu einem Raum der gemeinsamen Trauer und des Trostes, in dem die Teilnehmer ihre Erinnerungen teilten. „Wir vergessen Dich nicht, Menschenkind“ war die immer wiederkehrende Botschaft und spiegelte den tiefen Wunsch wider, die spirituelle Verbindung zu den Verstorbenen aufrecht zu erhalten. Im Anschluss der Segensfeier bot der von Gerhard und Liane Röchow gestaltete „Herbsttisch“ des Gideonbundes den Besuchern die Möglichkeit, eine Bibel, einen Kalender und ein Gebetsheft mitzunehmen. So wurde die „Segensfeier der Erinnerung“ zu einem Lichtblick der Hoffnung und Liebe, der allen Anwesenden zeigte: Auch in der Trauer sind wir nie allein und das Leben... das Leben geht weiter. Die musikalische Umrahmung durch die Band Divine Concern mit Tilo Zschorn (Gitarre) und Addi Haas (Akkordeon) schuf eine Atmosphäre des Trostes und der Hoffnung, die die Anwesenden miteinander verband.
