Die städtische Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Katharine Rossbach, skf-Geschäftsführerin Sarah Muth, Soroptimist-Präsidentin Gudrun Jonas sowie Bürgermeister Dag Wehner betonten in kurzen Ansprachen, dass auch in Deutschland Frauen durch häusliche Gewalt, Stalking, sexuelle Belästigung und Diskriminierung gefährdet sind – „eine Realität, die in vielen Fällen unsichtbar bleibt, aber immense Auswirkungen auf das Leben und das Wohlbefinden von Betroffenen hat“, sagte Rossbach.
Die Organisatorinnen und Organisatoren des Aktionstags in Fulda wollen stärker ins Bewusstsein rücken, dass zum Beispiel jede dritte Frau in Deutschland von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen ist oder dass zwei von drei Frauen Erfahrungen mit sexueller Belästigung machen mussten. Der Slogan #WennDieGewaltNichtAufhört solle die Realität vieler Betroffener von Partnerschaftsgewalt ins Bewusstsein rücken. „Er mahnt uns, dass Gewalt ein gesellschaftliches Problem ist, dass jede und jeden betrifft – in der Nachbarschaft, im Bekanntenkreis oder an der Arbeit. Und eben oft auch versteckt hinter einer Fassade des ,trauten Heims“, sagte Rossbach. Frauen falle es oft schwer, über erlebte Gewalt zu sprechen. „Sie schweigen aus Scham oder aus Angst und können sich aufgrund von finanzieller oder emotionaler Abhängigkeit nicht aus der Situation befreien. Dieses Schweigen wollen wir brechen“, lautete der Appell.
Weitere Aktionen zum 25. November sowie rund um den Aktionstag flankieren die Appelle, zum Beispiel der Fachtag „Gewalt ohne Ehre, Ehre ohne Gewalt“ der Osthessischen Initiative gegen Gewalt im Namen der Ehre am 27. November.
