Lokales FD 18.11.2024

„Eine Million Sterne“ – Caritas sammelt Spenden für Kolumbien

Fulda (fp/pm) – Die Treppe der Stadtpfarrkirche war am Samstagabend hell erleuchtet. Im Zuge der Spendenaktion „Eine Million Sterne“ der Caritas stellten zahlreiche Menschen dort Kerzen auf, um ein Zeichen der Solidarität für Menschen mit Behinderung in Kolumbien zu setzen. Der Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa (RCV) sowie der Diözese Fulda und die Innenstadtpfarrei nahmen gemeinsam an der Solidaritätsaktion der Caritas international teil.

Gemeinsam schritten Stadtpfarrer Stefan Buß und Caritas-Geschäftsführerin Susanne Saradj vor und setzten die ersten Kerzen. Foto: Felix Pillat

Dieses Jahr ging das Geld an die Caritas Pasto, die damit Menschen mit Behinderung in Kolumbien unterstützt. „Von sozialer Teilhabe, träumen viele Menschen auch in Kolumbien“, erklärte Holger Franz, Referent für soziale Dienste der Caritas, beim Gottesdienst. Er erzählte den Teilnehmern von drei Betroffenen aus Kolumbien, denen durch die Hilfe der Caritas ein einfacheres und besseres Leben ermöglicht worden war. „Als Caritas betrachten wir es als unsere Aufgabe, die Menschen und den Staat für das Thema zu sensibilisieren und Menschen zu helfen“, sagte Franz weiter und zitierte abschließend den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker: „Nur eine solidarische Welt kann eine gerechte Welt sein.“

Auch Stadtpfarrer Stefan Buß appellierte in seiner Ansprache an die Teilnehmer, sich für andere Menschen einzusetzen. „Wenn Menschen sich begegnen und sich aufeinander zu bewegen, dann kann die Welt solidarischer werden“, sagte er und fügte hinzu: „Das ist nur ein kleines Licht, aber wenn viele kleine Lichter zusammenleuchten, dann bewirkt es etwas.“ Nach dem Gottesdienst trat Pfarrer Buß, gemeinsam mit Susanne Saradj, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für die Regionen Fulda und Geisa, auf die Treppe und setzten die erste Kerze. Die Teilnehmer des Gottesdienstes taten es ihnen gleich und platzierten ihr eigenes kleines Licht auf den Stufen. Saradj dankte abschließend allen Beteiligten für ihr Mithilfe und freute sich auch über das Engagement der Spendenden. „Es lohnt sich immer mal über den Tellerand zu schauen und zu sehen, was die Kollegen und Kolleginnen von der Caritas weltweit so tun“, lobte sie.

Die Aktion findet seit 2007 jährlich in Deutschland an rund 80 Veranstaltungsorten statt und wird von Caritas International, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbands, bundesweit koordiniert. Entstanden ist die Idee im Jahr 1984 in Annecy in Frankreich. Ehrenamtliche Caritas-Mitarbeitende verschenkten dort auf dem Weihnachtsmarkt Kerzen an Passanten und baten um Spenden für ihre Arbeit. 1991 veranstaltete die Caritas Frankreich die Aktion zum ersten Mal landesweit. Inzwischen ist „Eine Million Sterne“ eine Aktion des internationalen Caritas-Netzwerks, die in zahlreichen Ländern Europas in der Vorweihnachtszeit durchgeführt wird. Mit den Lichtern an öffentlichen Plätzen in möglichst vielen Städten und Gemeinden soll ein Zeichen der Solidarität und für eine gerechtere Welt gesetzt werden.

„Eine Million Sterne“ in der Stadtpfarrkirche. Fotos: Felix Pillat