Über 20 Aussteller aus verschiedenen Bereichen präsentierten sich in der Halle und davor – darunter Unternehmen, die Agentur für Arbeit, die Hochschule Fulda, die Ferdinand-Braun-Schule Fulda und die Konrad-Zuse-Schule Hünfeld sowie weitere Partner. Viele von ihnen sind schon seit Jahren dabei. „Diese Messe dient ja auch dazu, die unterschiedlichen Akteure, zusammenzubringen“, sagte Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar: „Es ist toll, wenn es Organisationen gibt wie Zeitsprung, die das bündeln.“ Wenn es gelinge, dass junge Menschen nach dem Studium in der Region blieben, sei das ein Gewinn nicht nur für die Unternehmen, fügte er mit Blick auf den Fachkräftemangel an. Vor dem von Gesa Gröning geführten Interview mit dem Hochschulpräsidenten hatte Roman Geis aus dem Zeitsprung-Vorstand die Gäste begrüßt. Zudem nutzte der Verein die Gelegenheit, um den Partnerschulen und der Hochschule Spendenschecks zu überreichen. „Wir unterstützen seit Jahren die beruflichen Schulen“, sagte Petra Koch, stellvertretende Zeitsprung-Vorsitzende, vor der Übergabe von Schecks über jeweils 1000 Euro für die dortigen IT-Projekte an die Ferdinand-Braun-Schule und die Konrad-Zuse-Schule. Die Hochschule Fulda bekam einen Scheck über 1800 Euro – damit finanziert der Verein Zeitsprung ein Deutschland-Stipendium.
Hochschule, Zeitsprung und fibit können in diesem Jahr auf gleich mehrere Jubiläen blicken. Die Hochschule wurde 1974 gegründet und wird in diesem Jahr somit 50 Jahre. Seit 25 Jahren ist sie beitragsfreies Partnermitglied im Verein Zeitsprung. Die Messe fibit startete vor 20 Jahren. „Damals noch als reine Ausstellermesse“, berichtete Koch: „Seit 2007 bringt Zeitsprung Studierende und Auszubildende mit Unternehmen zusammen. Seit zehn Jahren findet die Messe auf dem Campus der Hochschule Fulda statt. Über die Präsentation der Schulen auf der fibit, die die Stände vom gemeinnützigen Verein Zeitsprung kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen, intensivierte sich auch die Zusammenarbeit der Hochschule mit den berufsbildenden Schulen. Auch sonst fördert Zeitsprung den Nachwuchs, das erste Mitgliedsjahr im Verein ist für Studierende und Azubis ab 18 Jahren beitragsfrei.
Unter den Ausstellern waren neben Unternehmen wie der CSS AG, dem Klinikum Fulda und der Edag auch kleine Start-Ups wie die Play & Code Programmierschule, die Kurse für acht- bis zwölfjährige Kinder anbietet. Als Gesundheitspartner war die TK mit dem „Back-Check“ vor Ort. Die Ferdinand-Braun-Schule hatte unter anderem einen Roboter mitgebracht, die Schüler der Konrad-Zuse-Schule präsentierten verschiedene Projekte, wie zum Beispiel einen Handschuh, der in Kombination mit einer VR-Brille das Gefühl vermittelt, Gegenstände wirklich zu greifen, mit Kamera ausgestattete Fahrzeuge, die Hindernisse erkennen und eigenständig alternative Routen finden, sowie Roboterarme. Vor der Halle war das Infomobil der Smart Region Hub Bad Hersfeld. Dort wurde unter anderem am Modell die Funktionsweise eines Systems erläutert, das die Wasserhöhe in Fließgewässern erfasst und im Falle schnell und stark steigender Pegel automatisch Tore zu Seitenarmen oder Überflutungsflächen öffnet, um so zu verhindern, dass es zu Katastrophen wie im Ahrtal kommt. Unterstützt wurde die Messe auch in diesem Jahr wieder durch das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation. Als weitere Partner waren das House of Digital Transformation sowie das unter seinem Dach aufgebaute Digitale Kompetenzzentrum für Digitalisierung im ländlichen Raum dabei.
