Florian Heitmann, Betriebsleiter der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe berichtet von einer eher holprigen Saison. „Der Saisonstart war überaus positiv“, so Heitmann. Bereits Ende November konnten sie sich über viel Schnee freuen. Über Weihnachten sorgte das Tauwetter für ein frühzeitiges Ende und auch Mitte Januar wurde es nach eisigen Temperaturen schnell wieder wärmer. Obwohl Februar und März normalerweise schneesicherer sind, kam es schon am 2. Februar zum letzten Betriebstag für diese Saison. Mit insgesamt 46 Betriebstagen ist diese Saison im Vergleich zu den letzten unterdurchschnittlich gewesen. Auch für die Faschingsferien in Bayern hätten sie sich weitere Betriebstage gewünscht. „Wir hatten aber auch gute Tage, wie beispielsweise unseren Jubiläumstag Mitte Februar“, betonte Heitmann. Trotz der eher schlechteren Saison blicke er positiv in die Zukunft. „Ich bin nun seit rund 25 Jahren hier und wir hatten auch schon Saisons mit nur 19 Betriebstagen. Es gibt immer gute und schlechte Jahre. Wir werden weitermachen und versuchen das Beste rauszuholen“, erklärt der Betriebsleiter. An den Wochenenden würden sie den Rhönbob wieder in Betrieb nehmen und langsam in die Sommersaison starten. „Wir bleiben immer positiv“, betonte Heitmann.
Von einer sehr frustrierenden Saison berichtet auch Harald Jörges, Betreiber des Skiliftes am Zuckerfeld: „Ich habe noch nie einen so milden Februar erlebt.“ Am Zuckerfeld kam es, durch den Einsatz von Schneekanonen im Januar, zu insgesamt 20 Betriebstagen. „Wir sind Familie und hängen an dem Lift“, betont Jörges. In den letzten Jahren hätten sie immer wieder investiert und die Anlage modernisiert, doch jetzt gehe es nicht mehr um Investitionen, sondern hauptsächlich um den Erhalt. Positiv merkt er allerdings an, dass sie in den 20 Betriebstagen viele Gäste begrüßen konnten. „Wir haben gemerkt wie wichtig den Leuten es ist, Schnee zu sehen. Die weiße Landschaft und der Schnee sind eine Freude für die Menschen“, so Jörges. Diese Beobachtung lasse ihn für die nächsten Jahre hoffen.
Auch Patrick Rother, erster Vorsitzender des Skiclubs Hanau, berichtet von einer weniger zufriedenstellenden Saison am Simmelsberg. Er kann auf nur fünf Betriebstage zurückschauen, die allerdings gut besucht waren und an denen sie circa 80 Skischülerinnen und Skischüler begrüßen durften. Sie würden viel Wert darauf legen nur bei guten Bedingungen zu öffnen, da sonst das Unfallrisiko zu hoch wäre. „Für uns ist das nicht so gravierend, weil wir das ehrenamtlich tun und nicht davon leben“, erklärt Rother. Sie versuchen statt dem Skibetrieb Alternativen zu finden. So möchte der Skiclub mehr Aktivitäten im Sommer, wie beispielsweise Fahrradtouren, anbieten.
Von einer ganz ähnlichen Saison berichten auch Justin Fuß, Pächter des Skiliftes am Kreuzberg, und Matthias Adrian, Betreiber des Skiliftes am Arnsberg. Am Kreuzberg kam es dieses Jahr zu fünf, am Arnsberg zu sechs Betriebstagen. „Die Hoffnung stirbt zuletzt, wie man so schön sagt. Es ist nicht das erste Mal, dass wenig Schnee liegt“, so Fuß. Am Arnsberg seien in den sechs Betriebstagen vor Weihnachten leider nur wenige Gäste gekommen. Dadurch, dass es im Januar und Februar gar keine Schneetage mehr gab, kann Betreiber Adrian nur auf eine „viel zu kurze Saison“ zurückblicken. Sie hätten zwar immer noch Hoffnung, allerdings wird es mit der Zeit immer schwieriger werden den Betrieb aufrecht zu erhalten.
