Die Infoveranstaltung beinhaltet ebenso einen Fachvortrag mit ersten Impulsen zum Thema Sexuelle Bildung. Bevor die jungen Menschen selbst von diesem großartigen Bildungsangebot profitieren können, möchte sich Frau Julia Gottfried, Sexualpädagogin ISP mit jahrelanger Erfahrung in den Bereichen Beratung, Coaching und Workshoparbeit im Rahmen einer Infoveranstaltung vorstellen.
Er kommt nicht selten unerwartet der Moment, in dem sich der Körper und die Psyche beginnen zu verändern, die Pubertät beginnt. Die Hormone tanzen, der Körper wächst, er riecht, er fasziniert, er beängstigt, er überfordert und er will im Alltag erforscht, erlebt und verstanden werden. Zwischen Privatsphäre, Unterstützungsbedarf, Selbständigkeit und dem Wunsch einer erfüllten Identität und Sexualität können Unsicherheiten und Fragen aufkommen. Mit dem Fachvortrag möchte Julia Gottfried enttabuisieren und gleichzeitig neue, sichere und gesellschaftsfähige Wege aufzeigen, wie Menschen mit Beeinträchtigung wesentliche Aspekte der sexuellen Bildung wie Freundschaft, Identität, Liebe und Sexualität in ihrem Leben erfahren können. Der Fachvortrag hat den Anspruch auf aktuellen wissenschaftlichen Stand zu informieren, praxisnahe Informationen zu vermitteln wie auch konkrete Handlungsansätze mitzugeben.
Gottfried lebt mit ihrer Familie in Mainz und ist Inhaberin der infobox-liebe. Sie ist spontan, bunt und wirft gerne Konfetti. Nach Ihrem Studium (Soziale Arbeit) hat sie im Jahr 2016 am Institut für Sexualpädagogik ihre Zusatzqualifikation erworben, die sowohl ihr Fundament als auch die Ausrichtung und ihre berufliche Grundlage bildet. Mit der Beratung und Begleitung von Jugendlichen und Erwachsenen zu allen Themen der Identität, Liebe und Sexualität hat sie bereits im Jahr 2009 begonnen und sagt selbst: „Es ist ein Privileg, wie viele Eltern und Menschen mit Beeinträchtigung sich seitdem geöffnet und mir ihr Vertrauen geschenkt haben.“ Ihr Grundgedanke: „Sich über seinen Körper, seine Gefühle und die Sexualität zu informieren ist nicht nur clever, sondern ein Menschenrecht.“ Das Beraten, wie auch das Informieren in den Bereichen Identität, Freundschaft, Liebe und Sexualität sind ihr ein großes Anliegen. Außerhalb ihrer Tätigkeit als Sexualpädagogin schreibt sie regelmäßig Texte für ihre Kolumne in der Zeitschrift: Leben mit Down-Syndrom.
