Anzeige 02.06.2024

Fertighäuser auf dem Vormarsch - Bundesländer im Ranking

Osthessen (pm) - Fertighäuser erfreuen sich in Deutschland einer wachsenden Beliebtheit. Die schnelle Bauweise, Kosteneffizienz und moderne Architektur machen sie zu einer attraktiven Option für Bauherren. Doch wie schneiden die einzelnen Bundesländer im Vergleich ab und welche Faktoren wirken hier? Ein Ranking gibt Aufschluss:

Foto: Pixabay

 

Faktoren für die Beliebtheit von Fertighäusern

 

Wirtschaftliche Aspekte

Die wirtschaftliche Stärke eines Bundeslandes spielt eine große Rolle. Regionen mit einer florierenden Wirtschaft haben oft eine höhere Rate an neuen Immobilien, einschließlich Fertighäusern.

 

Baurechtliche und historische Rahmenbedingungen

Die baurechtlichen Voraussetzungen sind ebenfalls entscheidend. Bundesländer mit vereinfachten Genehmigungsverfahren für Fertighäuser können einen Anstieg in diesem Sektor verzeichnen. Darüber hinaus werden Bundesländer, die sich bspw. aus ehemaligen Hansestädten entwickelt haben, natürlicherweise weniger Fertighäuser haben als Bundesländer mit deutlich mehr freier Baufläche: Kleine Bundesländer die kaum größer als die entsprechende Stadt sind – die sich ja bereits entwickelt hat – entwickeln neue Bausubstanz entsprechend langsam, weil dafür weniger Platz ist oder bereits etablierte Bauten weichen müssen.

Alleine hieraus kann also schon abgeleitet werden, dass der Fertighausanteil in den großen und reicheren Bundesländern sehr wahrscheinlich am höchsten sein wird. Wie genau der Anteil ist, darauf werfen wir gleich einen Blick. Vorher schauen wir uns noch die demografischen Faktoren an, welche den Anteil an Fertigbauten beeinflussen:

 

Demografische und kulturelle Faktoren

Demografische Entwicklungen und kulturelle Präferenzen beeinflussen die Wahl des Haustyps. Jüngere Generationen und Familien tendieren eher zum Fertighausbau, was in manchen Bundesländern stärker ausgeprägt ist. Im Übrigen sorgt für einen Fertighaustrend auch die demografische Entwicklung hin zu immer mehr älteren Menschen – die barrierebedingt beispielsweise einen ebenerdigen Wohnraum bevorzugen und sich daher vermehrt für Bungalows entscheiden.

 

Das Ranking: Bundesländer mit den meisten Fertighäusern

Im Jahr 2023 war Baden-Württemberg mit einer Fertighausquote von 40,9 Prozent Spitzenreiter beim Bau von Fertighäusern. Im Gegensatz dazu lag der Fertighausanteil in Bremen am gesamten Neubau lediglich bei 6,5 Prozent1. Diese Zahlen verdeutlichen die regionalen Unterschiede im Fertighausbau und zeigen, dass insbesondere im Süden Deutschlands eine hohe Affinität zu dieser Bauweise besteht. Daraus lässt sich ableiten, welche Bundesländer in diesem Bereich wie ranken:

 

Spitzenreiter im Fertighausbau

Baden-Württemberg und Bayern führen das Ranking an. Diese Bundesländer profitieren von einer starken Bauwirtschaft und einer hohen Nachfrage nach individuellem Wohnraum. Zudem ist die Akzeptanz für ökologisches Bauen hier besonders ausgeprägt.

 

Aufholende Bundesländer

Nordrhein-Westfalen und Hessen zeigen ein signifikantes Wachstum im Bereich der Fertighäuser. Die gute Infrastruktur und die Nähe zu urbanen Zentren tragen zur Beliebtheit dieser Bauweise bei.

 

Das Schlusslicht

Trotz eines allgemeinen Trends zum Fertighausbau gibt es auch Bundesländer, die noch Aufholbedarf haben. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise, haben aufgrund ihrer ländlicheren Struktur und geringeren Bevölkerungsdichte weniger Fertighäuser. Besonders Bremen sticht hervor, hier liegt der Fertighausanteil bei knapp über 6%.

 

Zusammenfassung: Große regionale Unterschiede

Das Ranking der Bundesländer zeigt, dass der Fertighausbau in Deutschland eine dynamische Entwicklung durchläuft. Regionale Unterschiede spiegeln die Vielfalt der Präferenzen und Möglichkeiten im Land wider. Mit der fortschreitenden Urbanisierung und dem Wunsch nach nachhaltigem Wohnraum wird der Trend zum Fertighausbau voraussichtlich weiter zunehmen.