Die Zahlen des Turniers sprechen für sich: In nun 30 Jahren sind in Ransbach über 3000 Spiele absolviert worden, über 15.000 Tore gefallen, über 100 verschiedene Vereine an den Start gegangen. Dass diese Statistiken und die mittlerweile zum Aushängeschild gewordene „Ewige Tabelle“ vom TSV Ransbach makellos geführt werden, zeigt, welches Herzblut der Ausrichter in diese beiden Wochenenden steckt. Auch diesmal geht es zwei Wochen lang rund: Diesen Freitag beginnen die Vorrunden, die am Samstag und Sonntag fortgesetzt werden. Die Zwischenrunde mit anschließenden Finalspielen steigt am Samstag, 3. Februar.
Der TSV spricht von einer „unglaublichen Eigendynamik“, die der Reserve-Cup entwickelt hat. Das Besondere daran: Es dürfen, neben Jugendlichen, nur Seniorenspieler eingesetzt werden, die in der bisherigen Punktspielsaison nicht mehr als fünf Einsätze in der jeweiligen ersten Mannschaft zu verzeichnen haben (A-Liga aufwärts). Das macht das Turnier Jahr für Jahr unberechenbar. Und attraktiv: Gleich fünf Teilnehmer geben ihr Debüt in diesem Jahr, darunter der FSV Bad Orb, die SG Bartenwetzer (Melsungen), die SG Cornberg/Rockensüß, die SG Dammersbach/Nüst/Gaalbern und die FSG Jossatal. Und der für den Spielbetrieb verantwortliche Andreas Bittorf freut sich: „Zum Jubiläum haben wir es zum ersten Mal in den 30 Jahren geschafft, 40 verschiedene Vereine dabeizuhaben. Bisher waren einige zweite und auch mal dritte Mannschaften dabei. Das passt wie die Faust aufs Auge“. Und ist vor allem in Zeiten immer mehrerer Spielgemeinschaften bemerkenswert.
Dazu sind fünf Clubs zurück im Wettbewerb: Die SG Dittlofrod/Körnbach (bisher von 2002 bis 2004), die SG Marbach/Dietershan (bisher in 1998 und 1999 als SG Marbach), die SG Borsch/Geismar/Buttlar (bisher in 2015 als SG Borsch/Geismar), der SC Borussia Fulda (bisher in 2015) und die FSG Bebra (Sieger des 1. Turniers in 1993 als FV Bebra, danach weitere drei Teilnahmen). Die SG Ludwigsau tritt erstmals unter diesem Namen an, gehört aber mit den Stammvereinen bereits zur „alten Garde“. Das Einzugsgebiet aller Teilnehmer reicht damit von Thüringen über den gesamten Hersfelder Kreis bis in die Rhön, nach Fulda bis runter in den Main-Kinzig-Kreis.
Titelverteidiger aus 2023 ist die SG Aulatal, die im Endspiel vor einem Jahr Eiterfeld/Leimbach II geschlagen hatte. Für ganz oben reichte es für die SGA in der „Hall of Fame“ aber noch nicht, es war der zweite Aulataler Titel. Vier Clubs (Sorga/Kathus, Philippsthal, Steinbach und Hohenroda) konnten den Cup nämlich schon dreimal gewinnen – und eine Titelverteidigung gelang auch noch keinem.
Auch für das Rahmenprogramm ist bestens gesorgt: Seit einigen Jahren führt Dominik Rehbein musikalisch durch den Freitagabend, der allein sportlich bis nach Mitternacht andauert. Das regional bedeutende Steigerlied ist der emotionale Höhepunkt um Mitternacht des Eröffnungsabends. „Das wird dann mit Sicherheit noch einige Stunden gehen“, lacht Bittorf. Eventuell soll es auch am Samstagabend noch ein kleines Programm geben – zum Jubiläum fährt der TSV Ransbach alles auf. „Die Vorfreude steigt von Tag zu Tag. Man freut sich, alle Spieler und Betreuer wiederzusehen, die schon oft da waren. Es wird ein hartes, langes, aber auch schönes Wochenende“. Der Club ist an den letzten Zügen der Planung, während das Teilnehmerfeld schon Mitte Dezember stand, wird nun noch der Verkauf vorbereitet. Eintritt will der TSV Ransbach weiterhin keinen nehmen: „Das ändert sich auch nicht, wir wollen attraktiv bleiben“.
30. Reserve-Cup in Ransbach:
Gruppe A (Freitag von 19 bis 21.30 Uhr)
SG Aulatal, SG Ausbach/Friedewald, SG Werratal, TSV Wölfershausen, FSG Kiebitzgr./Rothenk.
Gruppe B (Freitag von 21.40 bis 0.15 Uhr)
VfL Philippsthal, SG Neuenstein, SG Schenkl./Rotens./Wipp., SV Burghaun, SV Wölf
Gruppe C (Samstag von 12 bis 14.30 Uhr)
SG Vacha/Martinroda, SG Niederaula/Kerspenh., SG Kleinensee/Widdersh., ESV Hönebach, FSV Hohe Luft
Gruppe D (Samstag von 14.40 bis 17.15 Uhr)
SG Borsch/Geismar/Buttlar, FSV Bad Orb, FSV Mernes, SG Bartenwetzer, VfL Heimboldshausen
Gruppe E (Samstag von 17.20 bis 20 Uhr)
SG Aster-/Christer-/Olberode, SG Sorga/Kathus, Spvgg Neuswarts, TV Braach, FSG Hohenroda
Gruppe F (Sonntag von 11 bis 13.30 Uhr)
SG Kali U'bach/Sünna, FSG Jossatal, SC Borussia Fulda, SG Cornberg/Rockensüß, SG Hülsa (Knüll)
Gruppe G (Sonntag von 13.40 bis 16.15 Uhr)
TSV Ufhausen, TSV Ransbach AH, SG Soisdorf/Rasdorf, FSG Bebra, SG Marbach/Dietershan
Gruppe H (Sonntag von 16.20 bis 19 Uhr)
SG Ludwigsau, FT Fulda, SG Dammersbach/Nüst/Gaalb, SG Dittlofrod/Körnbach, SG Eiterfeld/Leimbach
Zwischenrunde (Samstag, 3. Februar, von 10.30 Uhr bis 16.45 Uhr)
Die beiden Erstplatzierten jeder der acht Vorrundengruppen
Viertelfinale (Samstag, 3. Februar, von 16.50 Uhr bis 18 Uhr)
Halbfinale (Samstag, 3. Februar, von 18 Uhr bis 18.35 Uhr)
Spiel um Platz drei Finale (Samstag, 3. Februar, 18.40 Uhr)
Finale (Samstag, 3. Februar, 19 Uhr)
