„Wir wollten das dann einfach unbedingt gewinnen – gegen die haben wir echt noch nie gesiegt. Diesen Makel haben wir jetzt erfolgreich beseitigt“, schilderte der Coach der HSV-Herren, Christian Lochner. Es war ein Spiel bis zum letzten möglichen Satz: Im Tie-Break behielten die Hünfelder die Nerven und bezwangen die Nauroder deutlich mit 15:8. „Wir sind in diesen letzten Satz super gut reingestartet und mussten es dann nur noch runterspielen“, so Lochner. Es war ein wirklich turbulentes Spiel, das die Hünfelder schon durchaus früher hätten beenden können. Vorab gab es bereits positive Meldungen in Bezug auf die Hünfelder Kaderbreite: „Endlich sind wieder ein paar von den Verletzten fitter und konnten agieren“, erklärte der Übungsleiter. Folglich motiviert und gut sind die Hünfelder in das Spiel gegangen. „Die ersten beiden Sätze haben wir dann direkt gewonnen – das hat sich einfach gut angefühlt“, weiß Lochner. Jeweils mit 25:19 unterstrichen die Hünfelder ihre Ambitionen und zeigten, dass sie angereist waren, um den nächsten Dreier zu verbuchen – in den letzten fünf Spielen gelang das dem HSV nur ein Mal. „Das Aufschlagspiel hat mir echt gut gefallen, und auch die Annahmen waren top“, beschrieb der Coach.
Doch dann kam es anders, als zwischenzeitlich zu vermuten war: Der HSV konnte im dritten Satz nicht mehr an die Leistungen des Spielbeginns anknüpfen und brachte den Gegner zurück ins Spiel. „Wir haben Fehler gemacht, aber der Gegner hat auch gut umgestellt“, analysierte Lochner und ergänzte, dass ein weiter Faktor auch gewesen sei, dass die Verletzten noch nicht den nötigen Fitnesstand zurückerlangt haben: „Dann gab es auch noch eine Häufung von unglücklichen Momenten, spätestens im vierten Satz sind wir dann richtig eingebrochen.“ Plötzlich drehte sich das Momentum, und die Nauroder spielten deutlich befreiter auf. Den vorletzten Durchgang gewann die TGN deutlich mit 25:15 – vieles deutete nicht mehr auf einen Hünfelder Sieg hin. Eine tolle Moral und der unerbittliche Glaube an die Mannschaft beflügelten die Gastgeber aber am Ende nochmal entscheidend, und brachten immerhin zwei Punkte ein: „Endlich der wichtige Sieg: Das war super wichtig“, ergänzte Lochner abschließend. Als nächstes geht es kommenden Samstag zum Verfolger TV Biedenkopf, der zwei Punkte hinter dem HSV lauert.
Hünfeld: M. Bönsch, U. Bönsch, Wilisz, Wessel, Wehner, Roth, Hurbik, Ilin, Zukauskas, Herrmann, Peiffer, Krautwurst, Lochner
