„Der Bau des Rathauses hat sich etwas länger gezogen als vorher gedacht“, berichtet Kosog, dem es mit dem Modell nicht anders ging als vielen Bauherren mit ihren „echten“ Häusern. Im Fall des Modells waren es die zahlreichen Wandmalereien, die sich als etwas schwieriger herausstellten und sich länger zogen als vorher gedacht. „Alle Wände sind selbst bemalt, bis auf die Figuren, die sind gebaut“, berichtet Kosog, der seit seiner Kindheit Gebäude nachbaut und nachmalt. Für das Alsfelder Rathaus brauchte er etwa anderthalb Jahre – die „Grundsteinlegung war am 24. Juni 2023, die Fertigstellung am 16. Dezember diesen Jahres.
Die Außenfassade entspricht dem, wie sie Ende des 19. Jahrhunderts war, das Innenleben folgt Vorlagen aus dem Jahr 1912. Die Figuren sorgen für Leben im Rathaus – ob Magistratssitzungen, Schreibtische oder wartende Bürger. Eine Frage hatte sich allerdings nicht ganz klären lassen: Ob es wirklich die beiden Türme im hinteren Bereich gab. „Die beiden Türme habe ich durch die vorhandenen Bestandspläne von Paul Lehmgrübner trotzdem nachgebaut“, berichtet Kosog, der auf seiner Homepage sogar einen Brief von Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule geteilt hat: Paule beschreibt den Nachbau darin als „Meisterwerk, das die Schönheit und Einzigartigkeit unseres historischen Gebäudes widerspiegelt“, und spricht von einer Hommage an Architektur und Geschichte der Stadt.
Im kommenden Jahr soll das kleine Rathaus dann im Bürgerbüro in Sichtweite des großen Originals oder direkt in dem historischen Fachwerkbau zu sehen sein. Mit einer Vernissage am 13. Juni 2025 soll die Ausstellung eröffnet werden. Da Modell bleibt dann voraussichtlich bis zum 12. Dezember 2025 in Alsfeld.
Alsfelder Rathaus wird als Puppenhaus im Maßstab 1:40 gebaut
