„Ronja Räubertochter“ ist nicht nur ein bekanntes Kinderbuch von Astrid Lindgren, sondern auch das Thema des Stückes, welches die 27 Kinder auf dem Schulhof zum Besten gaben. Gekleidet in bunten Kostümen spielten sie Räuber und Harpyien, während sie vor selbstgebastelter Kulisse ihre Deutsch- und Schauspielkenntnisse unter Beweis stellten. Zuvor waren aber erstmal die Erwachsenen dran.
„Den Deutschsommer gibt es nun schon seit fünf Jahren“, erklärte Jutta Diel, Geschäftsführerin des Vereins Grümel, und fügte mit Blick auf das Theaterstück hinzu: „Ich bin jedes Jahr total geflasht, was die Kinder da in drei Wochen auf die Beine stellen.“
Bürgermeister Dag Wehner war ebenfalls begeistert vom interaktiven Sprachprogramm des Vereins. „Ich bin der Einladung sehr gerne gefolgt, weil ich mich schon seit Jahren mit dem Projekt beschäftigte“, berichtete Wehner dem Publikum. Stolz versicherte er den Familien, dass die Kinder von dem spielerischen Sprachlernkurs profitieren werden und fügte hinzu: „Auch in den kommenden Jahren wollen wir dafür sorgen, dass es wieder stattfindet.“
Harald Persch, stellvertretender Leiter des Staatlichen Schulamts im Landkreis Fulda, bezeichnete den Deutschsommer als ein „ganz besonderes Deutschförderprojekt“ und stellte auch die hohe Beliebtheit des Ferienprogramms dar. „Das ist nicht ohne Grund jedes Jahr ausgebucht“, erklärte er stolz. Er sprach den Schülern und den Schulen für das entgegengebrachte Engagement seinen herzlichen Dank aus.
Abschließend gab Projektkoordinatorin Julia Druschel nochmal einen Überblick über das Programm beim Deutschsommer. Sie beschrieb, dass die Kinder in den drei Wochen neben dem Theaterstück und Bühnenbildnern, unter der Aufsicht einiger Lehrer und Pädagogen, gemeinsam an verschiedenen spielerischen Workshops teilgenommen und so interaktiv ihre Deutschkenntnisse verbessert hätten. Sie hätten Eis gegessen, spielten Spiele, benutzten gemeinsam das Schwungtuch und viele Dinge mehr. Das funktioniere teilweise etwas zu gut, sodass die Kinder, gar nicht mitbekamen, dass sie eigentlich Unterricht haben. „In einem Jahr kam ein Mädchen zu mir, was mich fragte, wann denn jetzt der Deutschkurs käme“, erläuterte sie und fügte hinzu: „Sie hatte gar nicht gemerkt, dass sie schon drei Tage Deutsch gelernt hatte.“ Das Highlight für die Kinder sei die diesjährige Exkursion nach Bad Hersfeld gewesen, wo sie vom Intendanten der dortigen Festspiele Joern Hinkel persönlich durch die Stiftruine geführt wurden. Abschließend überlies sie den Kindern die Bühne, die „jetzt endlich zeigen wollen was sie erarbeitet haben“, freute sich Druschel.
Nach dem Theaterstück konnten die Anwesenden ausreichend Essen und Getränke zu sich nehmen, während sie ihre Zöglinge für ihre erbrachte Leistung feiern konnten. Für die war natürlich auch einiges geboten. Vor Ort wurde im Laufe des Nachmittags eine Hüpfburg aufgestellt, auf der die Kleinen ordentlich toben durften.
