„Um meinen Job ausführen zu können, muss ich viel wissen“, stellte Klussmann zu Beginn seines Vortrags „Wie und wozu noch Allgemeinwissen“ fest. Er machte deutlich, dass es sich hierbei nicht um einen Gedächtnissport handele. Er lerne neue Fakten und Themenbereiche so, dass er sie schnell hervorrufen könne. Dem Publikum wünschte er, dass sie über den Abend die „ein oder andere Sache mitnehmen können.“
Wichtig für das Lernen seien bei den Menschen die Emotionen und Wahrnehmungen, erläuterte der Quizmeister: „Wir nehmen viel mit den Sinnen auf.“ Das Gehirn verknüpfe Ideen miteinander, etwa bei Visualisierungen. Daneben brauche es auch die richtige Erwartungshaltung: „Wer bin ich und wer möchte ich sein.“ Klussmann selbst etwa sei ein schüchternes Kind gewesen, erzählte er. Über das Sammeln von Wissen in jungen Jahren habe der heutige Autor jedoch eine Nische gefunden und Selbstbewusstsein für sein Können gesammelt.
Der Weg zum Wissen sei selten geradlinig wie das Auswendiglernen von Vokabeln, meinte der Quizmeister. Häufig brauche es ein Grundinteresse, etwa über einen anderen Bereich: „Fast alles kann interessant sein.“ Der Autor beispielsweise habe schon als kleines Kind die römischen Ziffern vor der Einschulung gelernt – weil er ein großer Wrestlemania-Fan gewesen sei und die Nummerierung verstehen wollte. Ein Freund von ihm, erwähnte Klussmann, habe über PC-Spiele wie Age of Empires Spaß an tatsächlicher Geschichte gefunden: „Man muss Zugänge finden.“
Während des Vortrags gab es immer wieder Möglichkeiten für das Publikum, interaktiv mitzumachen. Beispielsweise zeigte der Quizmeister drei Portraits berühmter Persönlichkeiten, die es zu erraten galt: Gebhard Leberecht von Blücher, Edith Stein und Justus Schneider. Der Zusammenhang: Sie alle haben in Fulda eine Straße, die nach ihnen benannt wurde. In der zweiten Hälfte der Show konnte das Publikum bei einem Quiz selbst ein wenig mitraten. Zur Motivation gab es einen kleinen Gewinn. Die Gäste im Saal erlebten einen kurzweiligen Abend.
