Fußball 23.08.2024

Hessenliga – SVS braucht Personal und HSV will Vorzeichen umkehren

Hünfeld/Steinbach (pf) – Da warten happige Aufgaben auf die Fußball-Hessenligisten aus Steinbach und Hünfeld: Während der SVS nach der Derbypleite, einem spielfreien Wochenende und dem Sieg auf letzter Rille im Hessenpokal nun am Samstag (15 Uhr) mit RW Walldorf wohl das Team der Stunde empfängt, fordert der Hünfelder SV ein paar Kilometer weiter auf der Rhönkampfbahn den KSV Baunatal.

Vergangene Saison gelang dem HSV kein Tor gegen Baunatal. Archivfoto: Christine Görlich

SV Steinbach – RW Walldorf (Samstag; 15 Uhr)

Was war das für ein Akt: Mit dem allerletzten Aufgebot ist der SVS unter der Woche nach Lichtenau gereist und gewann mit 2:1 im Hessenpokal-Spiel. Doch schon dieses Duell war eng und umkämpft, „in der Hessenliga wird das so nicht funktionieren“, weiß Trainer Petr Paliatka, der sicher nicht nochmal 90 Minuten auf dem Platz stehen will. „Ich hoffe nur, dass von den Jungs noch welche zurückkommen“. Am Dienstag mussten Darian Jung (krank) und Nils Hartung (Kreislauf) noch gesundheitlich passen, womöglich könnten sie Optionen sein, doch der Coach ist eher vorsichtig als zu optimistisch: „Es ist zum Glück der Anfang der Saison. Wir werden es irgendwie versuchen, aufzufangen. Irgendwann werden wir auch hoffentlich wieder komplett sein, aber diese Woche müssen wir irgendwie überstehen“. Immerhin: Fabian Wiegand kehrt wohl ins Training zurück. Und das Hessenpokalspiel zeigte Paliatka immerhin auch: „Man sieht, was möglich ist, wenn die Jungs 90 Minuten an der Schmerzgrenze und darüber hinaus gehen“. Vier Punkte aus vier Spielen stehen auf Steinbachs Konto, dem Gegner geht es da ganz anders: Walldorf legte einen fabelhaften Saisonstart hin, gewann vier von vier Spielen und besiegte dabei unter anderem Stadtallendorf und Hanau 1960. Auch in der Vorsaison (0:3, 0:4) war die Steinbacher Bilanz gegen Walldorf nicht gut. Doch der SVS ist auch immer für Überraschungen gut, warum nicht am Samstag im Mühlengrund wieder?

 

Hünfelder SV – KSV Baunatal (Samstag; 15 Uhr)

Auch das Spiel hat es in sich: Der HSV empfängt den KSV Baunatal auf der Rhönkampfbahn. Interessierte müssen lange in der Vereinsgeschichte stöbern, um den letzten Sieg der Hünfelder gegen den KSV  zu finden. Genaugenommen ist es schon sechs Jahre her, dass der HSV einen Dreier gegen den KSV eingefahren hat. „Wir haben bei dem Gegner eine richtig schlechte Bilanz“, weiß auch Hünfeld-Coach Johannes Helmke. Diese Vorzeichen dürften den Hünfeldern aber ziemlich egal sein. Nach einem verkorksten Saisonstart kam der HSV zuletzt wieder in die Spur und sammelte zwei Siege in Folge. „Da haben wir schon Selbstvertrauen getankt“, so Helmke: „Die Stimmung in der Mannschaft ist auch richtig gut.“ Gerade im Trainingsbetrieb war dieser Umschwung zuletzt spürbar, meint Helmke: „Da waren die Jungs nochmal extra motiviert. Am Ende zählt es aber im Spiel. Am Samstag müssen wir eine richtig gute Leistung abrufen.“ Damit dies gelingt, weiß Helmke schon genau, auf welche Elemente es ankommen wird: „Wir müssen körperlich voll auf der Höhe sein, um etwas zu holen. Baunatal ist eine robuste und erfahrene Mannschaft – die wollen und werden immer oben mitspielen.“ Im Kader des Übungsleiters sieht es übrigens richtig gut aus: Bis auf den verletzten Thore Hütsch kann Helmke aus den Vollen schöpfen.

 

Hessenliga

 

Samstag

14 Uhr

VfB Marburg – Hanauer FC

15 Uhr

SV Steinbach – Rot-Weiß Walldorf

Weidenhausen – Fernwald

Hünfelder SV – Baunatal

Bayern Alzenau – Eddersheim

16 Uhr

Türk Gücü Friedberg – Waldgirmes

 

Sonntag

14.30 Uhr

TuS Hornau – Unter-Flockenbach

15 Uhr

SC Hanau – Stadtallendorf

Darmstadt 98 U21 – Wolfhagen