Bürgermeister Rothmund zeichnete in seiner Willkommensrede ein Bild von der kürzlich fertiggestellten Projekteinrichtung und betonte, dass die Werkstätte trotz großer Widrigkeiten, wie gestiegenen Materialkosten, zügig gebaut wurde. „Nur zweieinhalb Jahre für einen solchen Bau, halte ich für relativ schnell“, lobte der Rathauschef von Eichenzell. Die Fertigstellung des Projektes habe nur wegen der guten Zusammenarbeit aller ehrenamtlichen Helfer und der Gemeinde selbst funktioniert, betonte Rothmund. Er bat die Staatssekretärin außerdem, darum die bürokratische Situation zu verbessern. „Viele Menschen im ländlichen Raum haben gute Ideen. Wenn diese sich dann mit der Bürokratie befassen, werden sie als Laien aber oft abgeschreckt“, erklärte der Bürgermeister.
Die Europastaatssekretärin zeigte sich beeindruckt und lobte das Projekt. „Für mich ist die Bürger.Werkstätte ein hervorragendes und pragmatisches Beispiel für gelungene Gemeinschaftsförderung“, sagte sie. Müller räumte aber ein: „Ich bin mir durchaus bewusst, dass es gar nicht so leicht ist, einen EU-Antrag für solche Projekte zu stellen.“ Sie arbeite als für Bürokratie-Abbau zuständige Politikerin bereits an Lösungen dafür.
Auch Ortsvorsteher Oskar Kanne und Schriftführer Klaus Mölter hoben die Wichtigkeit von Gemeinschaft bei der Umsetzung des Projektes hervor und dankten für die zahlreiche ehrenamtliche Unterstützung der vielen Helfer beim Bau der Bürger.Werkstätte. Über 2230 Stunden sollen diese gemeinsam am Projekt gearbeitet haben, erklärte Mölter. „Jeder hat hier mit seinen individuellen Fähigkeiten dazu beigetragen, das Projekt umzusetzen“, meinte der Schriftführer stolz und fügte hinzu: „Es liegt nun an uns, diesen Ort mit Leben zu füllen.“ Die Bürger.Werkstätte sei mehr als nur ein Gebäude, sondern auch ein Versprechen für die Zukunft.
Bereits jetzt hätten sich erste Interessenten gemeldet, die ihre eigenen Projekte in den Räumlichkeiten umsetzen wollten. So seien ein Mitbring-Pizzaabend, der Bau eines Pump-Tracks für Mountainbiker und eine Ausstellung von den Gemeindemitgliedern herangetragen worden. Nach den Begrüßungsreden zeigten die Vertreter der Europastaatssekretärin noch die Räumlichkeiten und erklärten, was in der Werkstätte bereits umgesetzt wurde.
