Stolz durfte der Sportkreis-Vorstand um Harald Piaskowski sein: Der Sportkreis Fulda-Hünfeld schrieb auch in 2023 positive Zahlen, und das im landesweiten Vergleich: 7167 Abzeichen wurden vergangenes Jahr im Kreisgebiet abgenommen, Platz eins in Hessen und fast doppelt so viele wie Darmstadt-Dieburg als Zweitplatzierter aufweist. Und das, obwohl Fulda-Hünfeld nur auf Rang elf der mitgliederstärksten Kreise in Hessen liegt. „Das ist eine besondere Auszeichnung für uns“, lobte Piaskowski auch die vielen Vereinsmitarbeiter. Damit toppte sich der Sportkreis nochmal selbst, was die Zahlen aus 2022 angeht.
Auch bei den Sportabzeichen in den Schulen liegt Fulda-Hünfeld auf eins in Hessen und deckt über 20 Prozent im gesamten Land ab. In den Vereinen gibt es einen „kleinen Makel“, hier ist Offenbach noch vor Fulda-Hünfeld. Piaskowski scherzte: „Wir werden uns dort mal erkundigen, welchen Trick sie benutzen“. Platz eins wiederum steht für die Osthessen bei den Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung. In ganz Hessen wurden 2023 45.370 Sportabzeichen absolviert, das sind zwar immer noch deutlich weniger als die über 60.000 in den Vor-Corona-Jahren, aber die Tendenz geht nach dem großen Einbruch in die richtige Richtung. „So langsam machen die Zahlen wieder Spaß“, so Piaskowski.
Während es für den Vereinswettbewerb noch keine Auswertung gab, konnten der Sportkreis Fulda-Hünfeld und Sportabzeichen-Beauftragte Elke Piaskowski aber ihre Top Zehn-Vereine auszeichnen: Mit 315 Sportabzeichen stand der TV Flieden einsam an der Spitze, dahinter folgten der TV Petersberg (181) und der TSV Weyhers-Ebersburg (146), dicht gefolgt vom TV Neuhof (144). Ebenfalls ausgezeichnet wurden dahinter der SV Steinbach, der TSV Poppenhausen, der Hünfelder SV, der TSV Schmalnau, der TSV Arzell, der DJK Buchonia Fulda und der Ski-Club Tann, letztere lagen gleichauf auf Platz zehn.
Außerdem dankte der Sportkreis auf der Tagung nochmal seinen treuen Prüfern, stellvertretend wurde Erwin Müller von der SG Hettenhausen geehrt, der schon seit sage und schreibe 50 Jahren Sportabzeichen abnimmt.
Für 2024 gab Piaskowski den Vertretern der Vereine noch zwei Termine mit auf den Weg: Den inklusiven Sportabzeichen-Tag für Schüler der Klassen eins bis sechs am 5. Juli in Petersberg (Stadion und Schwimmbad) sowie den inklusiven Sportabzeichen-Tag für Betriebe und alle anderen Interessierten am 28. August im Stadion der Stadt Fulda, gleichzeitig Start-Tag der Paralympics in Paris.
Daneben stellte Piaskowski noch wichtige Änderungen im Prüfungswegweiser des DOSB sowie Änderungen der Sportabzeichen-Materialien vor. Auch gab es einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr, so zum Beispiel das Sportwochenende im Rahmen der Landesgartenschau. Beim Sportabzeichen-Wettbewerb hatten wiederum 223 Familien und 23 Firmen sich beteiligt, ein neuer Rekord. Für 2024 hofft der Sportkreis auf eine weitere Steigerung, die Abschlussveranstaltung wird am 13. Dezember in der Johannesberger Sporthalle stattfinden.
Zum Schluss stellte Piaskowski noch das Tool „Sportabzeichen-Digital“ vor, die er selbst schon für die Prüfer testen durfte. Seit März ist die Plattform in Betrieb, habe aber noch Verbesserungsbedarf. „Im Moment wird am offenen Herzen gearbeitet“, sagte er. Das Tool bietet Sportlern die Möglichkeit, sich einzuloggen und Anforderungen wie Ergebnisse einzusehen und ein Profil anzulegen, für Prüfer wiederum soll es die Beurkundung und das Eintragen von Leistungen vereinfachen. „Wir werden weiter mit Papierlisten arbeiten“, kündigte Piaskowski vorerst an. Für interessierte Prüfer gibt es dennoch ein Testsystem, in dem reingeschnuppert werden kann.
