Der Gründerstammtisch war wiedermal eine großartige Gelegenheit, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und von den Erfahrungen anderer zu lernen. Unternehmer, Start-up-Gründer, Gründer-Szenen-Anhänger und Unterstützer trafen sich, um sich über ihre Projekte, Ideen und Herausforderungen auszutauschen.
Einer, der genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und seit ein paar Jahren Vorreiter im Verkauf von Schlaginstrumenten ist, ist Holger Sachs, Inhaber vom Fuldaer Unternehmen „Sticks out“. „Ich will nicht 1000 Sachen verkaufen – jeder sollte sich auf das konzentrieren, was er kann“, motivierte der Selbstständige die Anwesenden: „Die Hauptsache ist, dass der Mensch nicht das Gefühl hat, über den Tisch gezogen zu werden.“ Eines merkte jeder direkt: Sachs hat sein Hobby zum Beruf gemacht. „Ich werde davon zwar nie wirklich leben können, aber ich habe dabei jede Menge Spaß“, so Sachs: „Reich wird man davon nicht, vor allem, weil der Markt für meine Produkte unfassbar schmal ist.“ Sachs ist selber enthusiastischer Trommler und so besonders wie sein Produkt ist, so einzigartig war auch sein Weg zur Selbstständigkeit. Mit einer bestellten Trommel aus der Schweiz war Sachs so unzufrieden, dass er kurzerhand entschloss, einen Schränkbock aus Holz zu bauen, um den Ton des Schlaginstrumentes zu verbessern. „Das Ergebnis war offensichtlich gut genug, um Interesse auch bei anderen zu wecken“, schreibt Sachs auf seiner Homepage. Ein regionaler Unternehmer, der zeigte, dass die Passion oftmals das Wichtigste beim Gründen eines Start-ups ist.
Der Abend begann mit einer lockeren Runde, bei der die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, sich kurz vorzustellen und ihre Geschäftsidee oder ihr Unternehmen zu präsentieren. Dies diente nicht nur dazu, sich gegenseitig kennenzulernen, sondern auch dazu das Netzwerken untereinander zu vereinfachen. Denn für eines steht der Gründerstammtisch wie kaum etwas anderes in Fulda: Das Zusammenbringen junger (oder junggebliebener) Unternehmer. Nach dem ersten Kennenlernen folgte die Begrüßung von Regionalmanager Christoph Burkhardt. Er erklärte, dass Fulda die schlechteste Gründerrate ganz Hessens habe und folglich die Bedeutung eines solchen Abends unermesslich sei. „Wir brauchen mehr Gründung – wir brauchen mehr Gründer“, betonte Burkhardt: „Und da ist es total egal, ob hauptberuflich oder nebenberuflich.“
Im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends blieb den Gästen genügend Zeit für informelle Gespräche und Networking. Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten sich in lockerer Atmosphäre austauschen, Fragen stellen und Kontakte knüpfen. Es ergaben sich einige interessante Gespräche, beispielsweise über Marketingstrategien für Start-ups, Finanzierungsmöglichkeiten oder rechtliche Aspekte verschiedener Unternehmen. Erneut und passend zum Gründerstammtisch hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihr Wissen zu erweitern und von den Erfahrungen der Referenten zu profitieren. Der Gründerstammtisch unter dem Motto „Nebenberufliche Gründung“ bot nicht nur die Möglichkeit, sein eigenes Netzwerk zu erweitern, sondern auch von den Erfahrungen der anderen Gründer zu lernen und neue Impulse für das eigene Unternehmen zu erhalten.
