Lokales FD 01.04.2024

Cannabis-Club für Bedürftige – Plantage im Bischofsgarten geplant

Fulda (as) – Neue Wege für die Kirche: Im Zuge der Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland plant auch das Bistum Fulda, aktiv zu werden. Für Bedürftige, die sich keine Mitgliedschaft in anderen Cannabis-Clubs leisten können, will das Bistum einen eigenen Verein gründen. Die Gespräche zur Umsetzung laufen bereits. Für den Anbau soll eine Fläche im Bischofsgarten in Fulda bereitgestellt werden.

Archivfoto: Christine Görlich

Der Bischofsgarten. Fotos: Christine Görlich

Archivfoto: Pascal Fischer

Bischof Dr. Michael Gerber zeigte sich auf Nachfrage nicht abgeneigt, was die Legalisierung von Cannabis angehe. Bereits im ersten Buch Mose in der Bibel werde berichtet, wie der Herr alle Pflanzen der Welt geschaffen habe: „Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist auf der Erde.“

Die neue Gesetzeslage erlaubt es, dass Menschen im Alter von 18 bis 21 Jahren höchsten 30 Gramm Cannabis pro Monat konsumieren dürfen. Ab 21 Jahren wird dieser Höchstwert auf 50 Gramm pro Monat angehoben. Der Besitz von bis zu 25 Gramm zum eigenen Gebrauch darf im öffentlichen Raum mitgeführt werden, der Konsum in der Nähe von Minderjährigen ist verboten, ebenso wie in Fußgängerzonen zwischen 7 und 20 Uhr. Rund 100 Meter um Schulen, Sportstätten sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen herum darf kein Gras konsumiert werden.

Neben dem Eigenanbau weniger Pflanzen soll das Marihuana über lokale Clubs bezogen werden mit bis zu 500 Mitgliedern. Diese dürfen zum 1. Juli Cannabis für den Konsum nach den festgelegten Mengen an die Mitglieder abgeben. Das möchte auch das Bistum Fulda in der Barockstadt umsetzen. Im Sinne der Nächstenliebe wollen die Verantwortlichen gerade jene Bedürftigen unterstützen, die sich finanziell eine Mitgliedschaft in einem anderen Cannabis-Club nicht leisten können. Zentral für das Bistum ist parallel die Aufklärung über die Gefahren eines übermäßigen Konsums. Ähnlich wie beim Alkohol gebe es Gespräche über Hilfsprogramme bei Suchtkranken.

Was die Gärtnerpraxis angeht, setzt das Bistum auf Synergieeffekte in der Domstadt. So gebe es unter anderem Gespräche mit der Benediktinerinnenabtei zur hl. Maria in Fulda. Die Abtei beschäftige sich seit Jahrhunderten mit dem Anbau verschiedener Nutzpflanzen und könne auf einen großen Wissensschatz zurückgreifen. Der Anbau soll im Bischofsgarten erfolgen, da dieser den nötigen Abstand zu Schulen und anderen Einrichtungen aufweise.

Update: Bei diesem Text handelt es sich um einen Aprilscherz!