Lokales FD 29.09.2023

Paragliding-Elite in der Rhön – Schubert-Brüder peilen Medaillen an

Gersfeld (jk) – Paragleiten mit schöner Aussicht, im Wettbewerb mit den Besten der Welt – im Vereinsheim des RDG Poppenhausen im Sockelbau des Radoms auf der Wasserkuppe wurde am Donnerstagmorgen das diesjährige Paragliding-Weltcup-Finale in der Disziplin Accuracy offiziell eröffnet. Dabei versammeln sich bis Sonntag etwa 80 der besten Piloten in der Rhön, um gemeinsam um Weltranglistenpunkte zu fliegen. Mit dabei sind fünf deutsche Vertreter, darunter der erst 15-jährige Linus und sein drei Jahre älterer Bruder Lennard Schubert aus Poppenhausen, die als Lokalmatadoren um die Medaillen kämpfen können.

Familie Schubert (von links: Andreas, Lennard, Linus und Eva Maria) freut sich auf das Wochenende. Fotos: Justin Klenner.

Tolle Aussichten – nicht nur von oben.

Tolle Aussichten – nicht nur von oben.

Tolle Aussichten – nicht nur von oben.

Tolle Aussichten – nicht nur von oben.

Die Teilnehmer aus aller Welt sind bereit.

In jeweils zwölf Runden fliegen knapp 80 Piloten aus etwa 35 verschiedenen Nationen um die Wette. Ziel dabei ist natürlich die bestmögliche Platzierung zu erreichen, um möglichst viele Weltranglistenpunkte zu gewinnen. Obendrauf gibt es für den Besten noch einen nagelneuen Paragleiter. Der Vorsitzende des Vereins Rhöner Drachen- und Gleitschirmflieger (RDG) Poppenhausen, Andreas Schubert, begrüßte die Teilnehmer am Vereinshaus. Nach einem gemeinsamen Frühstück und Austausch in lockerer Atmosphäre eröffnete Schubert den ersten Tag des Paragliding-Weltcup-Finales.

Dabei fand am Donnerstag noch das Training statt. „Die Wertläufe steigen erst am Freitag bis spätestens Sonntag, je nach Wetterlage“, erklärte Schubert. Aus allen Teilen der Welt kamen die besten Paraglider auf die Wasserkuppe. Egal ob aus China, Thailand, Indonesien, Slowenien, Südkorea oder aus Spanien – die Stimmung bei den Piloten war durchgehend locker und hilfsbereit untereinander.

Einer der Podiumsfavoriten ist wohl Linus Schubert (15), der Sohn des Vorsitzenden und derzeitige U26-Weltranglistenführende. In den vergangenen Wochen und Monaten erreichte er auf zahlreichen internationalen Wettbewerben Podiumsplätze und sorgte zuletzt als Vize-Europacupsieger für Aufsehen. Er zählt daher, gemeinsam mit seinem größeren Bruder Lennard (18), als berechtigter Podiumskandidat neben den so starken asiatischen Vertretern. Linus Schubert selbst bleibt allerdings bescheiden und weiß um die Schwierigkeit des Weltcups: „Wir haben hier ein sehr hohes Niveau, aber ich peile dennoch die Top Fünf an“, sagte er. Doch dabei gehört neben der mentalen Stärke auch ein wenig Glück dazu. „Jeder Runde hat andere Bedingungen durch das Wetter. Wichtig ist, dass man Feingefühl hat, um auf diese Dinge entsprechend zu reagieren“, verriet er zum Auftakt.

Bevor das Training allerdings eröffnet wurde, erinnerte der Vorsitzende nochmal an die Geschichte des Paraglidings auf der Wasserkuppe. „Vor genau 100 Jahren wurde das Fliederdeck eingeweiht. Damals waren etwa 50.000 Menschen vor Ort“. Der RDG hat etwa 40.000 aktive Mitglieder, insgesamt gibt es allerdings nur 250.000 Piloten weltweit. „Die Wasserkuppe ist ein sehr besonderer Ort für uns Flugsportler“, betonte Schubert. Außerdem waren noch Poppenhausens Bürgermeister Manfred Helfrich, Amtskollege Steffen Korell aus Gersfeld und der CDU-Landtagsabgeordnete Sebastian Müller vor Ort, die ebenfalls ein paar Worte an die Teilnehmer richteten. Finanziert wird das Weltcup-Finale vom Landkreis Fulda sowie den Bundes- und Landesverband und der Flugschule Papillon Paragliding auf der Wasserkuppe.

Eröffnung des Paragliding-Weltcups auf der Wasserkuppe. Fotos: Justin Klenner