Lokales FD 06.09.2023

Mehr Sicherheit für den Schulweg – Brink: Viele kleine Schritte nötig

Großenlüder (jk) – Wie kommt mein Kind sicher zur Schule? – mit dieser Frage beschäftigen sich Eltern jeden Tag, besonders bei der Einschulung der kleinen Schulgänger. Vertreter der Polizei, Gemeinde Großenlüder, der Sparkasse sowie der Kreisverkehrswacht trafen sich am Mittwochmorgen in der Grundschule Bimbach, um sich über das Thema zu sprechen und das Sicherheitsbewusstsein der Kleinkinder im Straßenverkehr auf dem Schulweg zu wecken.

Die neuen Erstklässler der Grundschule Bimbach halten das Spannbanner und bitten um vorsichtiges Fahren der Verkehrsteilnehmer. Fotos: Justin Klenner.

Mit den Worten „Schulanfänger sind gleich Verkehrsanfänger“, begrüßte Gerhard Brink, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Fulda, die Gäste in der Grundschule. Brink erinnerte daran, wie wichtig die Warnhinweise, in Form von Spannbanner mit den Worten „Tempo runter, bitte – Schulanfang“ oder Dialogtafeln mit einem grünen Smile bei Einhaltung der Geschwindigkeit, für die Verkehrsteilnehmer seien – besonders am Einschulungstag der neuen Erstklässler. Gerade die Dialogtafeln mit lobenden Worten oder einem Smile würden für ein durchaus sicheres Verhalten der Autofahrer sorgen. So hätten nach Messungen in Hessen 60 Prozent der Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit verringert, nachdem sie positives Feedback der Tafeln erhielten. „Es ist mit technischen Tricks mittlerweile einfacher geworden an die Autofahrer ran zu kommen“, erklärte er.

Wie wichtig die Verkehrssicherung ist, erläuterte Brink anhand eines Beispiels. So seien im vergangenen Jahr auf Bundesebene über 50.000 Unfälle auf dem Schulweg gemeldet worden, 15 Kinder kamen dabei ums Leben. Immer wieder bekomme der Vorsitzende zu hören, dass es nicht viel bringe, wenn vereinzelnde Verkehrsteilnehmer mehr auf die Sicherheit im Straßenverkehr achten. „Wir brauchen keine großen Schritte. Wir brauchen sehr viele kleine“, erklärte er.

Schulleiterin Barbara Schneider-Mayer freute sich über den Besuch der Kreisverkehrswacht an der Grundschule und warnte davor, dass immer mehr Kindern das Gespür vor potenzielle Gefahren im Straßenverkehr fehle. „Die Kinder haben immer weniger Kompetenzen in der Verkehrssicherheit“, erklärte sie. Ein Grund dafür seien unter anderem die Vorbildfunktion der Eltern, die sich nicht immer an die Verkehrsregeln halten und beispielsweise über eine rote Fußgänger Ampel gehen. „Ich hoffe das die Spannbanner die Autofahrer sensibilisieren mehr vom Gas zu gehen“, sagte sie. Für Peter Heil, Leiter der Polizeistation Fulda, sei die Prävention und Repression ein besonderes Thema. Dabei betonte er, dass sich die Polizei aktiv in die Verkehrssicherung einbringe und Präsenz zeige. „Wir sind ständig dran Verkehrskontrollen und Messungen durchzuführen“, erklärte Heil.

Thorsten Kramm, Leiter Firmenkundencenter der Sparkasse Fulda, war besonders stolz, dass die Sparkasse ein Teil der Verkehrssicherung sein könne. In der Vergangenheit hätten sie bereits einige Spannbanner gesponsert und unterstützten auch anderweitig solche Maßnahmen. Gerade der Einschulungstag sei ein markanter Zeitpunkt, wo auf dieses Thema hingewiesen werden soll. „Ich bin beeindruckt, wie viele Leute auf unterschiedlichsten Ebenen für die Verkehrssicherung beteiligt sind“, sagte Kramm. Ebenfalls vor Ort waren Rebecca Böhm (Konrektorin), Walburger Kurth-Gesing als Vertretung für Tina Weidmüller vom Staatlichen Schulamt Hessen, Peter Schlitzer als Vertretung für Bürgermeister Florian Fritzsch, Katharina Kind (Fachliche Leiterin Schülerbeförderung im Fachdienst Schulen des Landkreises Fulda) und die beiden Polizeibeamten Anja Pabsch und Lioba Mihm.

Diskussion für mehr Sicherheit auf dem Schulweg in Bimbach. Fotos: Justin Klenner