Lokales FD 06.09.2023

Fuldaer Sporthallen künftig länger und in den Ferien geöffnet

Fulda (aw) – Über künftige Ausgrabungen im Bereich des alten jüdischen Friedhofs, die Erweiterung der Oberbürgermeistergalerie sowie veränderte Öffnungszeiten von städtischen Sportanlagen wurde am Dienstagabend im Fuldaer Kultur- und Sportausschuss im Stadtschloss diskutiert. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld lobte dabei besonders die Arbeit zur Erweiterung des jüdischen Erinnerungsortes.

Handyfotos: Anna Weißenberger

„Wir wollen auf der Basis der Erinnerung neue Verbindungen, vor allem in den folgenden Generationen, knüpfen.“, begann Wingenfeld und kündigte archäologische Untersuchungen im Bereich des jüdischen Friedhofs Fulda an: „Die Geschichte dieses Gebietes geht bis ins 15. Jahrhundert zurück und niemand von uns weiß, was man dort finden kann.“ Er betonte allerdings auch, dass die darauffolgende Baumaßnahme eine sensible Angelegenheit sei, weil: „die damaligen Deportationen Ereignisse sind, die es fordern, sich zu erinnern und dementsprechend auch mit den Orten umzugehen ist.“ Die Stadt Fulda sei deswegen mit den Landschaftsarchitekten im Gespräch.

Diskutiert wurde ebenfalls die Erweiterung in der Oberbürgermeistergalerie im Stadtschloss. Dafür gab der Historiker und Archivar Dr. Thomas Heiler einen Einblick in die Oberbürgermeister-Akte von Fulda und stellte den Vorgänger von Cuno Raabe, Oberbürgermeister Erich Schmidt, näher vor: „Schmitt war kein Berufspolitiker, sondern kam aus dem Bankwesen. Ob das aber der Grund dafür war, dass er in die Galerie nicht aufgenommen wurde, ist heute nicht ganz ersichtlich.“ Der Ausschuss stimmte einstimmig für die Erweiterung der Galerie.

Freuen dürfen sich zudem Sportvereine und -verbände in Fulda. So stimmten die Anwesenden einstimmig dafür, voraussichtlich ab Anfang kommenden Jahres Sporthallen und -anlagen für Vereine auch an Wochenenden und in den Ferien nutzbar zu machen. Das werde von Seiten der Sportverbände sehr begrüßt, erklärte Bürgermeister Dag Wehner: „Wir wollen damit den Vereinen entgegenkommen. Die Durchsetzung gestaltete sich aber aufgrund des Fachkräftemangels sehr schwierig, weil durch die erweiterten Öffnungszeiten mehr Kapazität benötigt wird.“