HSG Großenlüder/Hainzell – TV Hersfeld 26:20 (13:10)
Die Punkte zum Saisonstart blieben in Großenlüder: Die HSG siegte am ersten Spieltag letztlich nach zwei, an Toren gemessen, identischen Halbzeiten. Im ersten Durchgang legten die Gastgeberinnen zunächst vor, ehe Hersfeld zwischenzeitlich auf 7:7 (17.) stellen konnte, bevor die HSG wieder davonzog. In Hälfte zwei bauten die Mädels aus Großenlüder und Hainzell ihren Vorsprung dann sogar auf 16:11 (35.) aus, doch wieder kämpfte sich Hersfeld heran und war in den letzten neun Minuten bis auf 18:19 dran. „Wir standen Defensiv wirklich gut“, lobte die TVH-Trainerin Sabine Teichmann ihre Mannschaft. Dann folgte aber eine Phase des TVH von ein paar Minuten ohne eigenen Treffer, die HSG sorgte mit Toren ihrerseits für die Entscheidung. „Wir waren drei bis vier Minuten unkonzentriert und haben zu viel liegen gelassen“, bedauerte Teichmann, für die das Ergebnis etwas zu hoch ausfiel.
Eine gute Nachricht gab es allerdings für den TVH: Nachdem Lea Hollstein am 5. Juni vergangenen Jahres im letzten Saisonspiel gegen Vellmar vom Unparteiischen wegen ihrer Orthese an der Hand vom Feld geschickt worden war, darf sie jetzt wieder offiziell am Ligabetrieb teilnehmen. Der Hessische Handball-Verband (HHV) hat ihr plötzliches Spielverbot aufgehoben. „Wir sind glücklich und dankbar das sie wieder mitspielen darf. Das alles war eine zusätzliche Belastung für alle Beteiligten“, freute sich Teichmann. Hollstein wird nun zuerst in der Reservemannschaft Spielpraxis sammeln, ehe sie in der Landesliga ihre Chance bekommt.
HSG Großenlüder/H.: Hartung, Bartosik, Schultheis (4), Lehmann (9/6), Klitsch (3), Bonn, Wertmüller (2), Reith (3), Hölzinger (1), Schmitt (1), Reinhardt, Gering (1), Bruhn (2).
TV Hersfeld: Manteufel (1), L. Raguse (4/4), Spill, Teichmann (4), Söllner, Berg (2), T. Raguse, Wrabletz, Höhmann, Hugo (2), Herrmann, Braun (2), Suppes (4), Dorst (1).
TG Rotenburg – FT Fulda 34:28 (16:18)
Der Auftaktsieg für die TGR war „sehr hart erkämpft“, musste Rotenburgs Trainer Sebastian Jaschinski feststellen: „Fulda hat uns als Aufsteiger ordentlich Probleme bereitet, mehr, als wir uns das gewünscht hätten“. Trotz der Niederlage sprach deshalb auch FT-Trainer Oliver Brähler von einer „kämpferisch tollen Leistung. Ein etablierter Landesligist hat sich an uns teilweise die Zähne ausgebissen, wir waren bis etwa acht Minuten vor dem Ende auf ein Tor dran“.
Tatsächlich lagen die Rotenburgerinnen die meiste Zeit der ersten Hälfte über vorne, doch FT blieb immer dran und konnte schließlich zum 15:15 (28.) ausgleichen. Zur Pause lagen die Fuldaerinnen dann sogar mit 18:16 vorne. Was die TGR etwas aus der Bahn warf, war die frühe Ellbogenverletzung von Rückraumspielerin Fabienne Eidam. „Dadurch mussten die Jüngeren ran, sie haben es aber richtig gut gemacht“, lobte Jaschinski. Johanna Grunwald riss die Verantwortung an sich und kam am Ende auf vier Tore, die junge Torhüterin Lea Waffenschmidt spielte ebenfalls grundsolide, so der Coach. Rotenburg übernahm wieder das Ruder und punktete mit starker Deckung, „dann haben wir das Ding runtergekämpft“, so Jaschinski. FT war nochmal bis auf 27:28 (53.) dran, musste dann aber abreißen lassen. „Da haben wir ein paar Bälle vergeben und nicht mehr die Schritte machen können“, sagte Trainer Brähler, der vor allem Rotenburgs überragende Mittelspielerin Michelle Horn lobte, die zwölf Tore machte und zahlreiche auflegte. Doch FT stellte fest: „Wir können in der Landesliga mithalten“. Routinierte Rotenburgerinnen holten hingegen die ersten Punkte.
TG Rotenburg: Knoth, Horn (12/4), Kliebisch, Grunwald (4), Eidam (6/3), Hollstein (5), Groth, Pippert (1), Dickhaut (1), Burau (3), Gondermann (2), Waffenschmidt, Weidemann.
FT Fulda: Steinmetz, Liebig (4), Duesmann, Lebenstedt (10/1), Katz, Wild (1), Schwab (1), Ofczarcak, Plunien, Binsteiner (5/1), Jöcks (3/1), Fleiter (4).
