Lokales FD 05.10.2023

Mobile Ausstellung in Fulda – Kriegsende in Erinnerung rufen

Fulda (kg) – Die mobile Ausstellung „Neun Monate, drei Systeme, Millionen Schicksaale“ war am Mittwoch  auf dem Universitätsplatz in Fulda zu sehen. Der mit Zeitzeugenberichten und Bildern beklebte kleine Truck lockte einige Interessierte an.

Katja Galinski, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Vonderau Museum, und Dr. Michael Luick-Thrams. Fotos: Katharina Geppert.

Um die persönlichen Erfahrungen der thüringischen Bevölkerung zur Zeit des Kriegsendes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, hat der Verein „Spuren“ das „Geschichtsmobil“ ins Leben gerufen. Auf ein Auto wurden ein Zeitstrahl und daran angeordnet Zeitzeugenberichte gedruckt, die nun dort zu lesen sind, wo das Geschichtsmobil hält. Auch in Fulda versammelten sich Interessierte, begutachteten die Artikel und Bilder und diskutierten miteinander über die Vergangenheit. Die Ausstellung wurde von Besuchern als „sehr interessantes Projekt“ sowie als „wichtige Möglichkeit, den Jugendlichen die Vergangenheit näher zu bringen“ beschrieben. 

Unter der Leitung von Dr. Michael Luick-Thrams wurde das Projekt des Vereins „Spuren“ ins Leben gerufen und in Fulda in Zusammenarbeit mit dem Vonderau Museum gezeigt, um die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und außerdem den Austausch zwischen Ost und West zu fördern. „Von der positiven Reaktion der Fuldaer Bevölkerung begeistert“, zeigte sich Luick-Thrams und war „überrascht von den verschiedenen Sichtweisen in Bezug auf das Kriegsende“, das in unterschiedlichen Teilen Deutschlands auch heute noch verschieden aufgefasst werde. Die rund 80 Besucher hätten allesamt großes Interesse gezeigt, hätten Fragen gestellt und seien zu Diskussionen über das Erlebte angeregt worden. Auch bei Unklarheiten war der Sozialhistoriker für alle Fragen offen.