Lokales FD 09.10.2023

Landratswahl Fulda – Woide mit knapp 63 Prozent wiedergewählt

Fulda (sk) – 62,88 Prozent gegen vier Mitbewerber im ersten Wahlgang – damit bleibt Bernd Woide (CDU) auch die nächsten sechs Jahre Landrat im Kreis Fulda. Bei einer Wahlbeteiligung von etwas unter 67 Prozent erreichten Andreas Maraun (SPD) 12,47 Prozent, Christine Anderson (AfD) 18,73 Prozent, Sebastian Künemund (Die Partei) 4,09 Prozent und Manfred Ruppert (BfO) 1,83 Prozent.

Bernd Woide bleibt Landrat im Kreis Fulda. Fotos: Stefan Krug.

CDU-Bezirksvorsitzender Heiko Wingenfeld (links) und Kreisvorsitzender Frederik Schmitt (rechts) gratulieren Landrat Bernd Woide.

Bis nach 21 Uhr ließ Woide auf sich warten, bevor er sich im Kreishaus zeigte. Dort wurde er mit minutenlangem Applaus empfangen. Besonders bedankte er sich nicht nur bei den Wählern, sondern auch bei den vielen Wahlhelfern: „Wenn ich mich nicht verrechnet habe, bin ich der dienstälteste Landrat in Hessen.  Alter ist erst einmal kein Verdienst, aber wenn man ein paar Jahre auf dem Buckel hat, ist man auch dem einen oder anderen ‚auf die Füße getreten'. Dafür, dass die Wähler so jemand wie mich gewählt haben empfinde ich Dank und Anerkennung." Dass Ergebnis nannte er ein ehrliches Ergebnis – es ist sein bisher schlechtestes, wenn bei fast zwei Dritteln der Stimmen überhaupt das Wort „schlecht“ benutzen werden dürfe. Eine gewisse Demut empfinde er angesichts der 32 Jahre, die sein Vorgänger Fritz Kramer Landrat war – bei ihm sind es nach Ende der nun vierten Periode 24 Jahre. Aus dem Saal kamen dann Rufe, dass es noch nicht die letzte sein müsse.

Wenig zufrieden mit seinem Ergebnis war Andreas Maraun, der es ebenso wie das der SPD bei den Landtagswahlen „erschreckend“ nannte. Ganz im Gegensatz zu Ullrich Jell von der Satirepartei „Die Partei“, welcher in Vertretung für Kandidat Sebastian Künemund schon vor der Auszählung sagte: „Sebastian Künemund, der leider an Corona erkrankt ist, und ich sind sehr zufrieden mit unserem grandiosen Wahlsieg." Wirklich zufrieden war Christine Anderson mit dem Wahltag: „Wir haben allen Grund, uns zu freuen. Es war richtig, den Wählerinnen und Wählern eine Alternative zu bieten.“

Sein bestes Ergebnis hatte Woide mit 73,95 Prozent in Rasdorf. Auch in Ehrenberg, Eiterfeld, Hilders, Hofbieber, Nüsttal und Poppenhausen waren es über 70 Prozent. Andreas Maraun kam in der Stadt Fulda mit 17,26 Prozent zu seinem höchsten Ergebnis, gefolgt von seinem Heimatort Eichenzell mit 14,78 Prozent. Die höchste Zustimmung für Christine Anderson gab es mit 22,82 Prozent in Kalbach und 22,17 Prozent in Gersfeld.