Jeder, der gerne läuft, kann mitmachen und zu jeder Zeit entscheiden, wann er aufhört. Nicht der Wettbewerb, sondern die Gemeinschaft steht im Vordergrund. Der Mitmach-Ultra startet am Samstag, den 25. November ab 6 Uhr und kann bis 21 Uhr absolviert werden. Alle Läufer werden gemeinsam eine Strecke von ungefähr 112 Kilometern auf einem sechs Kilometer langen Rundkurs in Fulda absolvieren.
Der Lauf kann jederzeit beendet werden und egal ob laufen oder walken, Jung oder Alt - jeder kann mitmachen. Mit dem Erwerb einer Startnummer ist die erste Spende bereits im Kasten. Je mehr Freunde, Bekannte, Kollegen und Verwandte der Teilnehmer die jeweilige Startnummer des Läufers gesendet bekommen, desto mehr Menschen können über diese Nummer pro Runde Geld spenden. Für die Teilnehmer ist es also eine große Motivation, möglichst lang auf der Strecke zu bleiben und deren Nummer im Vorfeld möglichst bekannt zu machen. Wer nicht selbst laufen kann oder möchte, der kann durch eine Spende an den Verein direkt oder durch Unterstützung eines Läufers an die jeweilige Startnummer des Läufers spenden.
Die Idee des Spendenlaufes stammt von Jennifer Romanowski. Sie ist 34 Jahre alt, Ultra-Trailläuferin und Mutter von zwei Jungs. „Der Älteste kam mit dem schwersten, angeboren Herzfehler zur Welt: HLHS (hypoplastisches Linksherzsyndrom). Er hat nur ein halbes Herz“, erzählte Romanowski. Dank einer Vielzahl an Operationen, Notoperationen, Herzkathetern und etlicher, verschiedener, offlabel genutzter Medikamente darf ihr Sohn Thore heute leben. Doch in Folge dieses Kreislaufumbaus, dem sogenannten Fontankreislauf, kommt es bei diesen Kindern, wie auch bei Thore, immer öfter zu lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen. Eine der Gefährlichsten ist das Eiweißverlustsyndrom, welches in Deutschland meist viel zu spät diagnostiziert und demzufolge zu spät und zu schlecht behandelt wird.
Die Kinder sind Monate und Jahre lang schlimmsten körperlichen und emotionalen Qualen ausgesetzt und nicht zuletzt versterben viel zu viele Kinder grundlos an dieser Komplikation. Da ihr Sohn und auch viele andere Kinder dies täglich erleben, habe sie sich dazu entschieden, ihre größte Leidenschaft – dem Laufen- zu nutzen, um an diesem Missstand etwas zu verändern, berichtete Romanowski: „Laufen hat mich in dieser schweren Zeit - da bin ich mir sicher - gerettet.“ Nun möchte sie, dass das Laufen auch andere rettet, vor allem die Kinder aber auch die Familien.
„Für jeden Läufer ist Laufen eine Leidenschaft mit dem man wie ein loderndes andere ansteckt“, sagte Romanwoski. Dieser Gedanke soll als Motivation dienen. Ziel ist es diesen Kindern und ihren Familien das Leben leichter zu machen und Leben zu retten. Dazu baut der Verein Fontanherzen aktuell ein interdisziplinäres Kompetenzzentrum auf, in dem Ärzte aller notwendiger Fachrichtungen professionell ausgebildet werden und ihr Wissen bündeln. So können Komplikationen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Dafür werden nun Spenden benötigt.
Im Start-Ziel Bereich werden die Athleten bei jeder Runde bestens verpflegt. Für die Zuschauer bietet der Verein Speisen und Getränke an. Ein Teil des Erlöses daraus geht an den Verein Fontanherzen. Vor Ort gibt es ein kleines Rahmenprogramm mit musikalischer Begleitung. Ebenso werden wir die betroffenen Familien des Verein Fontanherzen zu diesem Event einladen. An diesem Tag wird die Boulderhalle „Block Barock“ für die Familien und deren Kinder reserviert sein. Dort werden wir qualifiziertes Betreuungspersonal bereitstellen und die Kinder lernen beim Bouldern auf spielerische Art über sich hinauszuwachsen.
