Lokales FD 20.11.2023

Limburg will Tauben töten lassen - Taubenhaus Fulda hat sich bewährt

Fulda (as) – Tauben durch einen Genickbruch vom Fachmann töten lassen, das soll bald in Limburg möglich sein. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte einem Antrag diesbezüglich zu, wie die hessenschau berichtete. Die Stadt Fulda setzt dagegen auf eine andere Strategie. Als erfolgreich für die Begrenzung des Tierbestands habe sich das Taubenhaus bewährt. Geplant sei daher ein weiteres Gebäude für Tauben im innerstädtischen Bereich zu schaffen.

Symbolfoto: pixabay

In der Stadt Fulda gebe es wie in vielen anderen Städten eine hohe Taubenpopulation im innerstädtischen Raum, berichtet Monika Kowoll-Ferger, Pressesprecherin der Stadt Fulda. Als Maßnahme habe die Barockstadt früh in ein Taubenhaus in der Fuldaaue investiert: „Taubenschläge oder -häuser haben den Vorteil, dass der Bestand nachhaltig reduziert werden kann, denn durch den Austausch der Eier brüten die Tauben und legen in dieser Zeit keine weiteren Eier.“ Vorgesehen sei in 2024 ein weiteres Gebäude im innerstädtischen Bereich zu bauen: „Dies wird dazu führen, dass sich der Bestand weiter senken lassen wird.“ Das Projekt befinde sich aber noch in einer sehr frühen Planungsphase. Über solch radikale Maßnahmen wie in Limburg habe die Stadtverwaltung noch nie nachgedacht, ergänzt die Pressesprecherin.

Das Taubenhaus in Fulda werde gut angenommen, gibt Kowoll-Ferger an. Genaue Zahlen gebe es durch naturgemäße Schwankungen nicht. „Derzeit ist der Bestand wieder etwas niedriger, da wir vermutlich wegen eines Marders oder eines anderen natürlichen Feindes eine deutliche Reduzierung feststellen mussten“, erzählt sie. Grundsätzlich seien zwischen 50 und 150 Tauben im Haus aktiv. Dies lasse sich ebenfalls an der konsequent hohen Anzahl an Eiern feststellen, die durch Mitarbeitende der Stadt entnommen werden. „In den Jahren 2021 und 2022 konnten so jeweils über 300 Eier entnommen werden, im ersten Halbjahr 2023 waren es schon 161“, fasst die Pressesprecherin als Bilanz zusammen. Die Taubeneier würden nach der Entnahme weggeworfen. Als Ersatz werde ein Gipsei ins Nest gelegt, auf dem die Taube sitze.

Die Stadt Fulda appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger, die öffentlichen Straßen und Plätze sauber zu halten, erklärt Kowoll-Ferger. Nötig sei dafür beispielsweise die bereitgestellte Müllbehältnisse konsequent zu nutzen und keine Essensreste liegen zu lassen. „Eine saubere Stadt ist nicht nur attraktiver, sondern hilft bei Tauben, Ratten und anderen Schädlingen, die Population zu reduzieren“, so die Pressesprecherin abschließend.