Eintracht-News 24.11.2023

Eintracht-Fantag – Profis und Weltmeister bei der Wemag

Fulda – von Anne Malin Will – Weltmeister und Eintracht-Legende Uwe Bein, die zwei aktuellen Eintracht-Profis Jens Petter Hauge und Nacho Ferri und das Vorstandsmitglied Philipp Reschke waren am Donnerstag bei der Wemag in Fulda zu Gast. Das Unternehmen, betreibt seit zehn Jahren einen offiziellen Eintracht Frankfurt Fan-Shop und hatte zum siebten Mal zu einem Eintracht-Fantag eingeladen. Rund 1100 Fans kamen vorbei und konnten bei Interviews zuhören, sich Autogramme sichern und Fotos mit den Spielern sowie der Meisterschale von 1959 machen.

Nacho Ferri und Jens Petter Hauge gaben den Fans Autogramme.

OZ-Chefredakteur Ralph Görlich im Gespräch mit Uwe Bein. Foto: Manfred Völler

Essenstände, Tischkicker, Trikot-Gewinnspiel, Ballschuss Speedtest, und eine Menge Eintracht-Fans von jung bis alt. All dies war am im Laufe Donnertagnachmittags in und vor dem Fuldaer Eintracht Frankfurt Fan-Shop  aufzufinden. Zum Kickoff der Veranstaltung interviewte Ralph Görlich, Chefredakteur von Osthessen-Zeitung, SGE-Legende und Weltmeister von 1990 Uwe Bein. Der 63-Jährige reflektierte seine Zeit bei der Eintracht und der Nationalmannschaft. „Wir sind absolut auf dem richtigen Weg“, beurteilte Bein den Werdegang der Eintracht: „Man kann nichts negatives finden. Es ist einfach nur eine sehr schöne, gute Entwicklung.“ Zur aktuellen Verfassung der deutschen Nationalelf konnte er allerdings nichts Positives sagen. „Wir waren damals stolz, zur Nationalmannschaft eingeladen zu werden, wir hatten eine andere Mentalität, eine andere Einstellung als die Spieler heute. Und das hat sich wieder in den letzten zwei Spielen gezeigt“, erkläre der ehemalige Nationalspieler. Das Problem sei, dass es zwar viele gute Spieler gebe, aber keine Mannschaft sei. „Irgendwas stimmt in dieser Truppe nicht – niemand kann mir erzählen, dass da Harmonie ist“, so Bein. Dem Trainer gebe er zwar keine große Schuld, doch er verstehe nicht, warum keine Spieler aus den durchaus erfolgreichen U-Nationalmannschaften ins A-Team hochgezogen werden.

Im Anschluss konnten sich die versammelten Fans Autogramme holen und Fotos machen, sowohl mit Bein als auch mit den zwei aktiven Eintracht-Spielern Hauge und Ferri. Später am Abend wurde dann die Meisterschale aus 1959 ausgestellt, mit welcher ebenfalls fleißig Bilder geschossen wurden. Schließlich gab es noch einen Talk mit Eintracht-Vorstandsmitglied Philipp Reschke, der verantwortlich für die Bereiche Spieltagorganisation, Fanbetreuung, Sicherheit, Merchandising, Zuschauerservice, Recht und Personal ist. Zu Sprache kamen unteranderem sein Werdegang als Eintracht-Fan und -Mitarbeiter aber auch aktuelle Themen, wie der Einsatz von Pyrotechnik und die darauffolgenden UEFA-Sanktionen. Zudem erinnerte er sich gemeinsam mit Wemag-Geschäftsführer Christopher Schaus an die Entstehungsgeschichte und Auswirkungen des Fuldaer Frankfurt Fan-Shops. „Das war damals schon eine besondere Idee, das war so ein bisschen Pionierarbeit, denn es gab keine echte Vorlage“, lobte Reschke. „Es macht mich besonders stolz, dass wir die jungen Menschen dazu bewegen können, Eintracht-Fans zu sein. Es ist mir eine Herzensangelegenheit die Eintracht hier nach Osthessen zu bringen“, strahlte Schaus.

Auch insgesamt war Christopher Schaus sehr zufrieden mit dem Verlauf des Adlertages. „Ich bin echt begeistert, wie es lief“, freute sich der leidenschaftliche Eintracht-Fan: „Die Bude ist brechend voll und ich freue mich echt sehr, dass die Eintracht immer her kommt und Spieler freigibt – das ist auch etwas Besonderer für uns.“ Dieses Jahr seien nochmal mehr Interessierte da gewesen, als im vergangen Jahr. Und auch im kommenden Jahr soll es wieder einen Eintracht-Fantag geben.

Eintracht-Fantag bei der Wemag - Teil 1. Fotos: Manfred Völler, Anne Will.