Erinnerungen an die Hochzeit des Motorsports in Osthessen kam auf und überall freute man sich auf ein Wiedersehen nach der langen motorsportarmen Zeit. Von dem extra eingerichteten Zuschauerareal aus hatten alle einen guten Überblick über die Strecke und die Fans wurden vom Streckensprecher informiert.
Die Teilnehmer lobten durchweg die schnelle, flüssige aber auch anspruchsvolle 1,7 Kilometer lange Strecke. Die erste dicke Überraschung gab es am Samstag mit dem Gesamtsieg von Daniel Habicht (Wartenberg, MSC Schlüchtern) auf seinem Rallycross BMW 318ti, der durch eine fehlerfreie Fahrt den stärkeren Fahrzeugen das Nachsehen gab. Alle vorhergesagten Favoriten, darunter auch Mark Kemmler (BMW M3, AC Schlitz) und Marcel Schuhej (Mitsubishi Evo, MSC Fulda) machten den ein oder anderen Pylonen-Fehler, der zur Fahrzeit hinzu addiert wurde. Zweiter in der Gesamtwertung wurde mit einem seriennahen BMW 240i Sascha Markert (Bad Neustadt, MSC Rhön vor Lukas Flohr (Fiesta ST).
Eine überragende Premiere feierte Jeanette Schuhej vom MSC Fulda beim ersten Einsatz mit ihrem serienmäßigen Opel Adam S als schnellste Dame beider Tage mit Platz zwei und drei am Sonntag in der teilnehmerstärksten Klasse G3. Sie ließ damit einige Routiniers hinter sich.
Es gab auch einige talentierte Neulinge, die mit starken Leistungen glänzten. Darunter Sven Kirchner (Porsche Cayman, Schlitz), Julius Stenger (Schlitz, VW Golf). In der Klasse G5 konnte Harald Jordan (FAC Fulda Opel Corsa) zweite Plätze vor Per Hohage (FAC, Opel Corsa) erzielen.
In der spektakulären Gruppe H gab es ebenfalls eine viel bejubelte Premiere. Die komplette „Mannschaft“ um den Rallye Ascona von Michael Rausch hatte den Motorenbauer des Teams, Stefan Göbel (Wartenberg), überredet den im Rallyesport bekannten, ultraschnellen Opel Ascona „auszuführen“. Die Fans jubelten und mit Platz zwei in der Klasse an beiden Tagen war dies einer rundum gelungene Aktion.
Am Sonntag um die Mittagszeit sprach der Bürgermeister Heiko Siemon der Stadt Schlitz sein Grußwort und kam in der Genuss mit Haiko Nix (1. Vorsitzender MSC Fulda) im Vorausauto, gestellt vom Autohaus Atzert:Weber, die Strecke mal flott zu befahren. Im Grußwort erwähnte er, wie motorsportbegeistert die Stadt Schlitz sei und das Umfeld diese neue Slalomveranstaltung annehmen würde.
Beim zweiten Slalom am Sonntag gelang dem überglücklichen Mark Kemmler mit seinem wunderschönen BMW M3 der erste Gesamtsieg, vor Sascha Markert und Leon Edenhofner (Felsberg, Rallye BMW 318is), der nur am Sonntag mit tollem Einstand am Start war. Mit Platz vier im Gesamten und Platz zwei in der Klasse war es auch für Marcel Schuhej im Mitsubishi Evo 7 ein versöhnlicher zweiter Tag.
Alle Teilnehmer lobten die Veranstaltung und kündigten ein Wiederkommen für das nächste Jahr an. Die Vorstände beider Vereine signalisierten durchweg eine Fortführung der Kooperation und in den Köpfen entstehen schon Ideen, das eine oder andere noch zu verbessern beziehungsweise auszuweiten.
