Lokales FD 10.05.2023

Datenträger aus Pfarrhaus ausgewertet – Neuer Kaplan in Kalbach

Kalbach (as) – Weiterhin Unklarheit in Kalbach – mehrere Datenträger hatte die Polizei bei dem Pfarrer aus Mittelkalbach im vergangenen Juli bei einer Durchsuchung der Privatwohnung sowie Büroräumen sichergestellt. Nach Abschluss der polizeilichen Auswertung folgt nun die juristische Prüfung des Materials, an deren Ende die Entscheidung steht, ob Anklage erhoben wird oder nicht. Während der Pfarrer vom Bistum Fulda weiterhin freigestellt ist, soll ein neuer Kaplan ab September in der Gemeinde tätig werden.

Archivfoto: Christine Görlich

Das Bistum Fulda teilt zum weiteren Vorgehen in Kalbach mit: „Kaplan Philipp Schöppner wird ab September als Seelsorger in der katholischen Kirchengemeinde St. Kilian tätig werden.“ Die Pfarradministration werde Dechant Pfarrer Thomas Maleja ausüben. Weitere Erkenntnisse zum Ermittlungsstand um den aktuell freigestellten Pfarrer der Gemeinde Kalbach lägen dem Bistum noch nicht vor. Wie Schulpfarrer Sebastian Bieber, der aktuelle Pfarradministrator von St. Kilian, auf der Internetseite der Gemeinde in Kalbach berichtet, sei die Ernennung eines neuen Pfarrers aktuell nicht möglich. Bieber führt weiter aus, dass er nach dem Antritt des Kaplans Schöppner weiterhin für Sonntagsmessen zur Verfügung stehe.

Sebastian Zwiebel, Pressesprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, teilt zum aktuellen Stand der Ermittlungen mit, dass die Auswertung der Datenträger seitens der Polizei abgeschlossen werden konnte. Es folge nun die juristische Prüfung durch die zuständige Staatsanwältin. Dazu merkt er an: „Es ist schwer abzusehen, wie lange diese Prüfung dauert.“ Eine Anklage erfolge nur, wenn sich im Zuge der Arbeit ein Tatverdacht erhärte. In diesem Fall werde es eine offizielle Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft geben.

Der Pfarrer der Gemeinde St. Kilian war im Juli vergangenen Jahres vom Dienst freigestellt worden, nachdem es eine polizeiliche Durchsuchung der Privatwohnung sowie der Büroräume in Mittelkalbach gegeben hatte. Die Aktion war Teil eines Ermittlungsverfahrens der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität (ZIT) gewesen. Die Beamten hatten mehrere Datenträger gesichert, die ausgewertet wurden.

 

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