Campus 18.05.2023

Aktionstag zu Diversität – Beteiligte klären in Fulda auf – Fotos

Fulda (jk) – Passend zum 33. Jahrestag des Internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit („Idahobit“) trafen sich am Mittwoch auf dem Fuldaer Universitätsplatz einige Verantwortliche aus Vereinen und Organisationen. Mit Reden von betroffenen Personen sowie einem Quiz über Diversität sollte über die Vielfalt der Menschen aufgeklärt und ein Zeichen gegen Diskriminierung von Geschlechtern und der sexuellen Orientierung gesetzt werden.

Fotos: Justin Klenner.

Am 17. Mai 1990 hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO beschlossen, Homosexualität aus dem Katalog psychischer Krankheiten zu streichen. Seit 2005 ist der 17. Mai ein Aktionstag, um auf die Diskriminierung von Menschen hinzuweisen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität abweichen von der Heteronormativität.

Gemeinsam mit dem Forum Beziehungsvielfalt, dem Verein Fulda stellt sich quer, dem Forschungsprojekt „Akzeptanz und Vielfalt in Fulda und Region“, dem AStA der Hochschule Fulda, der IHK Fulda und der Grünen Jugend Fulda wollte auch die Aidshilfe Fulda am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit auf diese Benachteiligungen aufmerksam machen. „Wir wollen zeigen, dass wir uns nicht mehr diskriminieren lassen“, sagte Mitorganisatorin Emily Rödel. An einem Stand boten die Aktionspartner umfangreiches Informationsmaterial für alle Interessierten an. Dabei war unter anderem das Quiz, welches bei den Gästen sehr gut ankam. In dem Ratespiel wurden Fragen, wie beispielsweise über den Idahobit oder diverse LGBTQ-Flaggen gestellt. „Wenn sie einige Fragen richtig beantwortet haben, konnten die Leute am Rad drehen und haben dann eine Kleinigkeit bekommen“, sagte Rödel. Außerdem gab es noch einige Redebeiträge von beteiligten und betroffenen Personen. Dabei erzählten diese Geschichten aus ihrem eigenen Leben, zum Beispiel, wie sie durch ihre sexuelle Orientierung oder ihr non-binäres Geschlecht ausgegrenzt, gemobbt wurden und sogar Gewalttaten zum Opfer fielen. Allerdings gab es auch schöne Erlebnisse mit Menschen, die ihre Orientierung akzeptierten und sogar interessiert Nachfragen stellten.  

Der Infostand auf dem Universitätsplatz diente lediglich dazu, um über diverse Themen aufzuklären. „Die meisten Besucher kamen zu uns, um bei Dingen nachzufragen, die sie noch nicht ganz verstanden haben, aber verstehen wollten“, sagte Rödel. Dabei sei das Feedback der meisten Gäste durchaus positiv gewesen, dennoch gab es den ein oder anderen negativen Kommentar: „Aber das ist ja leider noch normal“, erwähnte sie. Es gab außerdem ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift Fulda in den Regenbogenfarben für den diesjährigen internationaleren Gedenk- und Demonstrationstag Christopher Street Day zu ersteigern. „So wie wir es gestaltet haben, ist es kein CSD-Exklusiv, sondern kann auch auf privat auf der Straße getragen werden“, sagte Rödel.

33. „Idahobit“-Jahrestag. Fotos: Justin Klenner.