Der Nachmittag solle unter dem Motto „Essen, tanzen, Spaß haben“ laufen, erklärte Iryna Böhm, Leiterin des Bürgerzentrums in Ziehers-Süd. Sie stellte zusammen mit Olga Miller das Projekt der Stadtteilmütter vor, bei dem mithilfe der AWO Migrantinnen Schulungen zu verschiedenen Themen besuchen können, etwa der Erziehungsberatung. Diese Frauen würden dann als Multiplikatoren dienen, indem sie das Wissen in ihre Familien und sozialen Gruppen tragen würden. Gemeinsam mit den anderen Stadtteilmüttern ging Böhm auf einige der Banner ein, die in der Halle aufgestellt worden waren. Dabei wurde es teils sehr emotional, als beispielsweise eine Mutter unter Tränen auf die vielen Konflikte wie in der Ukraine oder Syrien erklärte: „Bitte stoppt den Krieg.“ Die Leiterin des Bürgerzentrums sprach allen Anwesenden Mut zu, sich für Frieden und die Gemeinschaft einzusetzen.
Ein Grußwort sprach die Frauen- und Gleichberechtigungsbeauftragen der Stadt Fulda, Katharina Roßbach. Die Veranstaltung finde als Teil der Fuldaer Frauenwoche mit zahlreichen anderen Aktionen statt, Sie bedankte sich bei der AWO für die Unterstützung: „Sie sind seit vielen Jahren dabei. Die Stadtteilmütter sind ein tolles Projekt.“ Lob gab es ebenfalls von der stellvertretenden Kreisvorsitzenden der AWO, Collette Döppner, für die engagierten Frauen. Döppner sprach von ihren eigenen Erfahrungen als junge Migrantin in Fulda Fuß zu fassen: „Ich weiß, wie schwer es ist und finde diese Arbeit sehr wertvoll.“ Sie erzählte von einem Sprichwort in Kenia, dass schöne Finger schöne Ringe brauchen. „Die schönen Finger sind die Stadtteilmütter“, so die stellvertretende Kreisvorsitzende.
Auch Andreas Goerke, Vorsitzender des Bündnis „Fulda stellt sich quer“, hob die Wichtigkeit der Migrantinnen aus Fulda hervor: „Sie sind starke Frauen, die unheimlich viel bewegen.“ Im Anschluss an die Reden kamen die Menschen miteinander ins Gespräch und feierten ausgelassen in der Halle mit zahlreichen leckeren Speisen. Die Rollups werden ab Mittwoch bis zum 31. März im Mehrgenerationenhaus Aschenberg sowie vom 2. bis 12. Mai im Haus der Familie am Gallasiniring 30 ausgestellt.
