Frauen-Oberliga: VfL Marburg –SG Johannesberg 1:3 (23:25, 25:18, 20:25, 23:25)
Trotz der Einschränkung, dass Mittelblockerin Doris Brux mit Kniebeschwerden passen musste und Diagonalspielerin Maren Chrupalla ebenso nicht zur Verfügung stand, wie vier weitere Spielerinnen, gelang gegen den stark einzuschätzenden Gegner die Revanche für die knappe 2:3-Niederlage aus der Normalrunde.
Im Auftaktsatz boten die Kontrahenten den Zuschauern zunächst ein eher vorsichtiges Abtasten mit wechselnden Führungen, in dem sich Johannesberg mit seiner Stärke in der Verteidigung ab der Satzmitte leicht absetzen konnte. Doch Marburg konnte sich mit seiner körperlichen Überlegenheit bis zum 23:23 wieder herankämpfen. Allerdings ließ sich das Team um Kapitänin Ariane Brähler nicht aus der Ruhe bringen und holte sich die Satzführung mit 25:23.
Im zweiten Satz bäumten sich die Gastgeberinnen auf, während sich bei der SGJ jetzt einige Abstimmungsprobleme bemerkbar machten. Diesmal war es Marburg, das sich ab dem Zwischenstand von 13:15 unaufhaltsam bis zum Satzgewinn mit 25:18 absetzen konnte. Doch trotz des deutlichen Satzverlustes ließ sich die SGJ nicht beeindrucken. Alle Spielerinnen behielten die Nerven und im dritten Satz lag die Mannschaft von Aleksandar Dimovski wieder permanent in Führung, holte sich ab dem 20:20 mit fünf Punkten in Folge die 2:1-Führung.
Auch im vierten Satz blieb das Spiel eng und umkämpft. Zwar lag Johannesberg zwischenzeitlich mit 14:7 in Führung, doch der VfL kämpfte sich wieder heran. Marburg konnte bei 22:23 sogar in Führung gehen. Doch die SGJ behielt die Nerven und sicherte sich dank gefährlicher Aufschläge von Kristana Schuchert noch das 3:1.
Bleibt noch ein Saisonspiel für die SGJ-Frauen: Am 18. März (18 Uhr) beenden sie die Runde mit der Heim-Partie gegen VGG Gelnhausen.
Johannesberg: A. Brähler, L. Drexler, St. Franke, E. Marx, J. Schawag, K. Schuchert K. Weber, H. Wilhelm, S. Zukauskiene.
Männer-Oberliga: TV Biedenkopf – Hünfelder SV 0:3 (22:25, 24:26, 23:25)
Ein Überraschungserfolg gelang den HSV-Männern nach der längeren Pause in Biedenkopf beim Tabellendritten: „Sie haben noch ein bisschen mit der Relegation geliebäugelt“, sagte Hünfelds Trainer Uli Bönsch. Das vermasselten seine Jungs den Gastgebern, obwohl Hünfeld in sehr dünner Besetzung, fast mit einer Rumpftruppe anreiste. „Es war ein enges Spiel, aber das Ergebnis total überraschend“, so Bönsch zum Ausgang. Doch alle Hünfelder erledigten ihren Job prima: Es war kein Libero da, „da mussten die beiden im Mittelblock hinten drin bleiben, aber haben das toll gemacht, sonst wäre das Ergebnis so nicht möglich gewesen“, lobte Bönsch. Jeder Satz war knapp und umkämpft, doch dreimal mit dem besseren Ende für den HSV. Die Hünfelder sind nun Vierter und haben am 18. März (20 Uhr) nun noch das Heimspiel gegen den Tabellendritten Waldgirmes II vor der Brust. Bönsch lud bereits viele alte Weggefährten und Aktive ein. „Wir wollen einen schönen Abschluss hinlegen“, hofft der Coach.
Hünfeld: M. Bönsch, U. Bönsch, Wessel, Herrmann, Peiffer, Zukauskas, Krautwurst.
Hessenjugendpokal U15 weiblich: SGJ gewinnt Gold
Mit einer beeindruckenden Leistung holte sich die SG Johannesberg in Marburg den Hessenjugendpokal und setzt damit die Erfolge der Jugendabteilung fort. Allerdings standen nur noch vier einsatzfähige Spielerinnen bei der Abfahrt am Johannesberger Sportzentrum. Der gesamte Rest des Teams war krank oder verletzt. Eine Verletzung hätte schon das Aus bedeuten können. Und bei fünf Spielen, die zu absolvieren waren, kam es auch darauf an, die eigenen Kräfte möglichst zu schonen.
Bereits im ersten Spiel gegen die DjK aus Großenlüder allerdings wurde dieses Vorhaben auf die Probe gestellt. Denn die Mädels hatten noch Probleme, sich im neuen Spielsystem zurechtzufinden. Doch nach einem anfänglichen Rückstand fand langsam alles zusammen und mit einem letztlich ungefährdeten 25:20 und 25:17 gelang der Auftakt noch.
Im zweiten Spiel des Tages gegen die JSG Waldgirmes/Wetzlar hatte das Team um Finja Schütz dann keine Probleme. Beim 25:9 und 25:11 war die Johannesberger Aufschlagstärke genug, um den Gegner in die Schranken zu weisen.
Im letzten Vorrundenspiel gegen die Gastgeberinnen vom VfL Marburg hatte man dann schon deutlich mehr zu kämpfen, denn das Heimteam ist sehr gut eingespielt und bestreitet Wettkämpfe in mehreren Altersklassen. Und im ersten Satzzeigte sich das auch, als die flinken Spielerinnen des VfL immer wieder geschickt die Lücken in der Verteidigung der SGJ fanden. Beim 20:25 konnte Johannesberg zum ersten Mal die eigenen Stärken nicht in Szene setzen. Das änderte sich aber in der Folge Im zweiten Satz gelang es jetzt, die körperliche Überlegenheit besser einzusetzen und auch in der Verteidigung hatte man sich auf die Gastgeber besser eingestellt. Beim 25:20 und 15:13war die SGJ überlegener, als es die Zahlen zeigen.
Im Halbfinale hieß der Gegner dann SG Rodheim und hier dominierte Johannesberg absolut. Wieder einmal waren es Aufschlag und Angriff, die den Gegnerinnen früh den Zahn gezogen hatten und das 25:9 und 25:11 offenbarten einen Klassenunterschied.
Im Finale wartete dann mit dem TV Bommersheim ein Gegner, den die Mädels der SGJ bereits aus den Ligaspielen kannten. Und Bommersheim wollte unbedingt einmal gegen Johannesberg gewinnen. So entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, in dem erstmals auch ein Gegner ebenfalls im Angriff seine Stärken hatte. Im ersten Satz waren es denn auch neben dem Kräfteverschleiß hauptsächlich Abstimmungsprobleme, die am Ende für das 25:27 verantwortlich waren. In der Folge allerdings fing sich die SGJ wieder und holte sich den Satzausgleich in beeindruckender Manier. Bommersheim hingegen hatte jetzt immer mehr Probleme mit dem Block und den Angriffen der SGJ. Das 25:11 im 2. Satz spricht Bände. Der Entscheidungssatz verlief ebenfalls über weite Strecken deutlich. Lediglich zum Ende wurde es noch einmal etwas spannender, weil es der SGJ an der nötigen Konsequenz mangelte. Aber auch in dieser Phase behielten die Mädels die Nerven und mit einem nicht zu verteidigenden Angriff besiegelte Jana Bott den Johannesberger Titelgewinn.
Johannesberg: L. Aschdjai-Benissi, J. Bott, E. Klesper, F. Schütz.
Platzierungen: 1. SG Johannesberg, 2. TV Bommersheim, 3. DjK Großenlüder, 4. SG Rodheim, 5. SSC Vellmar, 6. VfL Marburg, 7. HTG Bad Homburg, 8. JSG Waldgirmes/Wetzlar
Qualifikation zur Hessenmeisterschaft U12 weiblich
Auch die Jüngsten der SG Johannesberg schafften, nachdem zwei Qualifikationsturniere ausgefallen waren, beim letzten Anlauf in Nieste die Qualifikation zur Hessenmeisterschaft. Bei ihren ersten Wettkämpfen überhaupt erreichten die Mädels den zweiten Platz. Sie mussten sich nur im ersten Spiel der JSG Kaufungen/Nieste 1:2 geschlagen geben. Gegen die zweite Mannschaft des Gastgebers gelang ein 2:0. Und auch gegen den späteren Erstplatzierten KSV Baunatal konnte mit 2:1 gewonnen werden. Die Johannesberger Mädels steigerten sich während des gesamten Turniers und zeigten häufig gute Spielzüge.
Platzierungen: 1. KSV Baunatal, 2. SG Johannesberg I, 3. JSG Kaufungen/Nieste I, 4. JSG Kaufungen/Nieste II
