Gänzlich unterschiedlich sind die Bilanzen der SGB, betrachtet man das Jahr 2023 und die Derbys der laufenden Saison: Seit der Winterpause gab es zwei Remis und drei Niederlagen in fünf Spielen. Die Ergebnisse in den Derbys der Hinrunde waren da schon anders: Elf Punkte aus fünf Duellen gegen Offenbach, Steinbach Haiger, den FSV und Kassel holte die Barockstadt und blieb ungeschlagen. Das deutlichste Ergebnis fuhren die Osthessen beim 3:0 im Auestadion ein. Doch das Derby gegen Kassel jetzt in der heimischen Johannisau wird ein anders.
Das ist schon beim Blick auf die Form der Löwen zu erkennen: Zwar wurde das wichtige Duell gegen Aalen verloren, doch gegen Hoffenheim und in Balingen punktete der KSV, zuletzt gab es ein 2:0 gegen Topteam Homburg. „Sie waren eigentlich schon gegen uns fällig“, sagt SGB-Coach Sedat Gören zum FCH. Die Kasseler punkteten, am Dienstag punktete auch Worms in Steinbach sowie am Wochenende noch Aalen und Freiberg. Darüber folgt fast schon die SGB, die auf Platz elf abgerutscht ist und nun die Wende schaffen will. Auftrieb soll der späte Ausgleich in Trier geben. „Wir erwarten das nächste schwere Spiel. Kassel kommt hier her, um wieder Punkte zu holen“, denkt der Fuldaer Trainer. Und es dürfte kämpferisch werden: „Unten in der Tabelle ist es eng, das Wetter soll regnerisch werden, der Platz wird tief sein“.
Der erste Sieg des Jahres soll endlich erzwungen und die Tugenden auf den Platz gebracht werden. Dass es ein Derby ist, spiele dabei eine Nebenrolle: „Wir gehen in jedes Spiel rein, dass wir es gewinnen und die drei Punkte holen wollen. Keiner in der Liga ist eine Laufkundschaft, unten wird gepunktet, da muss unsere Einstellung stimmen“, fordert Gören. Der Coach muss allerdings auf seinen Abwehrchef verzichten: Marius Grösch fehlt nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Wie die Lösung in der Defensive aussehen wird, weiß Gören schon, verrät aber natürlich nichts: „Die ist schon parat“.
„Es fällt nix vom Himmel“
Bei Kassel folgte auf die Enttäuschung die Freude – das 2:0 gegen Homburg war für den KSV wiederum der erste Sieg im Kalenderjahr, nach dem Trainer Tobias Damm auf der Pressekonferenz herausstellte: „Die Mannschaft hat alles dafür getan und gezeigt, was man braucht. Egal, wer der Gegner ist. Wir haben das Spiel zu unserm Spiel gemacht“. Auf gute Unterstützung vieler Fans hofft er auch im Derby in Fulda. Die Löwen machten am Sonntag und Montag Pause, um die Köpfe freizukriegen, seitdem gilt der Fokus voll dem Spiel in der Johannisau. „Wir müssen genauso wieder 90 Minuten arbeiten. Es fällt nichts vom Himmel. Wir haben den ersten Schritt gemacht und müssen dranbleiben“, sagte Damm jüngst.
Osthessen-Zeitung tickert am Samstag wieder wie gewohnt live und ausführlich aus dem Stadion in der Johannisau. Wer nicht vor Ort dabei sein kann und das Spiel im Stream schauen möchte, wird auf der Plattform Leagues unter folgendem Link fündig.
