Lokales MKK 27.03.2023

Regionaler Spargel an Ostern noch knapp – Preisanstieg zu erwarten

Fulda/Gründau (as) – Keine Preisexplosion trotz deutlich gestiegener Kosten – mit dem Frühlingsbeginn ist auch die Spargelzeit nicht mehr weit. Auf den Feldern von Bauer Würfl laufen bereits die Vorbereitungen. Mit der ersten Ernte vor dem Osterfest könnte aber knapp werden. Der Preis werde zum Vorjahr steigen, um stark gewachsene Kosten auszugleichen.

Archivfoto: Görlich Media.

Der erste Spargel könne bereits Anfang April geerntet werden, berichtet Sebastian Würfl, Inhaber des Gründauer Familienunternehmens. Ob das für das frühe Osterfest in diesem Jahr reiche, kann er noch nicht abschätzen: „Es wird relativ eng durch das wechselhafte Wetter.“ Größere Erntemengen gebe es nach den Feiertagen aber garantiert. „Die Erddämme haben wir schon im Frühjahr angelegt, die Saisonvorbereitung läuft auf Hochtouren“, so der Inhaber.

Eine Kostenexplosion beim Spargel wie bei anderen Lebensmitteln sei nicht zu befürchten, versichert Würfl: „Der Preis wird ein klein wenig steigen, aber es wird sich im Rahmen halten.“ Der Preis im Vorjahr sei zu 2021 unverändert geblieben, hebt er hervor: „Wir hätten letztes Jahr schon höhere Preise nehmen müssen.“ Nun würden weitere Faktoren diesen Schritt notwendig machen. Dazu zähle unter anderem der Anstieg im Mindestlohn für die Erntehelfer und Mitarbeiter, die rund 20 Prozent mehr als vorher bekommen. Hinzu kämen weitere Nebenkosten: „Diesel kostet doppelt so viel, hinzu kommt Strom für die Kühlhäuser und Maschinen.“

Einen genauen Preis kann der Inhaber noch nicht nennen. Das ergebe sich kurzfristig mit den anderen Marktpreisen. Er verweist auf verschiedene Sortierungen bei Spargel, die sich in der Optik unterscheiden. Die Qualität bleibe jedoch gleich: „Für jede Preisklasse ist etwas zu haben.“ Beim Personal freut sich Würfl: „Erntehelfer haben wir genug. Viele von ihnen kommen seit vielen Jahren für die Saison zu uns.“ Anders sehe es bei dem Verkaufspersonal an den Ständen in der Region aus. Hier suche das Familienunternehmen noch nach Interessierten, um alle Häuschen besetzen zu können. Der Inhaber meint abschließend: „Wir sind in freudiger Erwartung auf die Saison und hoffen, dass die Leute Hunger auf Spargel haben.“