Naturheilkunde: Die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren
Das Wort Naturheilkunde ist allgemein bekannt, aber nicht alle wissen, was genau sich eigentlich dahinter verbirgt. Der Begriff bezeichnet verschiedene Maßnahmen und Präparate, die allesamt zum Ziel haben, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, damit der Mensch wieder gesund wird. Damit unterscheiden sich Naturheilmittel von chemisch produzierten Arzneien, die meist nur die Krankheitssymptome unterdrücken. Die Methoden der Naturheilkunde basieren auf den fünf Elementen der Natur:
- Wasser (z.B. Wechselduschen, Kneipp-Kuren, ausreichendes Trinken)
- Luft (richtiges Atmen, regelmäßige Aufenthalte im Freien)
- Licht (genügend Zeit an der Sonne, ausreichende Beleuchtung in Innenräumen)
- Bewegung (Spaziergänge und Sport)
- Ernährung (bewusstes Essen, ausgewogene und basenüberschüssige Ernährung)
Die bewährte Kraft der Heilplfanzen
Darüber hinaus gibt es in der Naturheilkunde bestimmte Maßnahmen und Therapien, die über eine längere Zeit durchgeführt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Entschlackung, Leberreinigung oder Entsäuerung. Wer bestimmte Probleme wie etwa Stress, Wechseljahrbeschwerden oder Schlafprobleme mit der Naturheilkunde bekämpfen will, kann auf die bewährte Kraft der Heilpflanzen setzen. Entsprechende Präparate finden sich zuhauf in Drogerien und Apotheken. Allerdings setzen diese Mittel häufig nur auf die Wirkkraft einer bestimmten Heilpflanze und nicht selten sind sie auch noch zu gering dosiert. Die Erstellung individueller Arzneien mit Naturheilkunde verspricht einen nachhaltigeren Nutzen. Aus weit über 100 Heilpflanzen wird eine individuelle Mischung zusammengestellt, die ganz auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist. So wirkt die geballte Kraft der Natur in einer Mischung.
Die beliebtesten Heilpflanzen
Über 50000 Heilpflanzen werden auf der ganzen Welt für unterschiedliche medizinische Zwecke und zum Erhalt der Gesundheit genutzt. Bei vielen davon handelt es sich um Pflanzen, deren Wirksamkeit seit Jahrtausenden bekannt ist. Wir stellen die bekanntesten Heilpflanzen kurz vor.
Kamille
Fast in jedem Haushalt findet sich Kamillentee, denn die Heilpflanze schenkt Geborgenheit und wird traditionell gegen Unruhe und Schlafprobleme verwendet. Die schon in der Antike geschätzte Kamille kann aber noch viel mehr: Mit ihren antibakteriellen, entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften hat sie sich u.a. bei Magen-Darm-Leiden, Schleimhautentzündungen und Unterleibsschmerzen bewährt.
Johanniskraut
Johanniskraut gilt traditionell als leichtes Antidepressivum, da es Unruhe mildert und stimmungsaufhellend wirkt. Auch bei Hautproblemen und nervös bedingten Magen-Darm-Beschwerden wird gerne zu Präparaten mit Johanniskraut gegriffen.
Lavendel
Auch das ätherische Öl der Lavendel wirkt beruhigend und positiv auf die Psyche ein. Es reduziert Stress und hilft bei Angstgefühlen und Schlafstörungen. Die mediterrane Pflanze wird des Weiteren bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Hautproblemen eingesetzt.
Brennnessel
Mit der Brennnessel verbinden viele Menschen eher unliebsame Assoziationen aus der Kindheit. Allerdings hat die Pflanze auch eine Vielzahl von positiven Eigenschaften. So wirkt sie entgiftend und harntreibend. Sie ist beliebter Bestandteil von Detox-Kuren und kommt auch als schmackhafte Zutat in der Küche zum Einsatz.
Eukalyptus
Eukalyptus ist ein bewährtes Mittel gegen Erkältungsbeschwerden aller Art. Das darin enthaltene ätherische Öl wirkt wohltuend auf die Schleimhäute ein und befreit die Atemwege.
