„Es ist ein wichtiges Rennen, um die Sportler aus dem Corona-Schlaf zu wecken“, so Organisationsleiter Johannes Baumann von KC Fulda. Die Sportler und Zuschauer seien alle glücklich, dass das Fulda-Rennen wieder stattfinden konnte, da es traditionell ein Höhepunkt im Jahr sei. Außerdem sei es immer schön, so ein großes Rennen bei sich zu Hause zu haben, berichtete Johannes Baumann. Der Vergleich mit den Startern aus Belgien, Tschechien, der Schweiz und den Niederlanden sei am Anfang der Saison wichtig. Die gemeinsame Zeit, die die Vereinsmitglieder bei solchen Events miteinander verbringen, schweiße zusammen und stärke den Zusammenhalt im Club, strahlte Johannes Baumann. „Die Stimmung war gut und es war einfach schön, dass das Rennen nach drei Jahren wieder stattfinden kann“, fand auch Zuschauer Hannes Dose.
Auch der deutsche Bundestrainer war am Samstag da, um sich ein Bild für die diesjährige Kanu-Heimweltmeisterschaft zu machen. Während die belgischen Kanuten die Zeiten des Fuldas-Rennens für die WM-Qualifikation benutzen, ist das Qualifikationsrennen für die Fuldaer Kanuten erst in zwei Wochen. „Als erstes großes Kräftemessen nach der Winterpause ist es immer wieder interessant zu sehen, wie die anderen Sportler, auch aus dem Ausland, in Form sind“, erzählte Teilnehmer Jasper Zentgraf, der beim Sprint (K1 Junioren) am Samstag den zweiten Platz belegte. „Das Wetter ist das einzige, was nicht mitgespielt hat. Man kann sich also auf die nächsten Jahre freuen“, erzählte er im Anschluss an das Classic-Rennen am Sonntag. Zusammen mit seinem Bruder Michel Zentgraf steht in zwei Wochen auch für ihn die WM-Quali an. „Das Ziel ist natürlich sich zu qualifizieren“, sagte Jasper Zentgraf.
Während der Wasserstand am Anfang der Woche noch zu niedrig war, musste das Sprintrennen am Samstag auf die Ausweichstrecke ans Bootshaus verlegt werden, da durch die Schneeschmelze in der Röhn der Wasserstand der Fulda bei Kohlhaus zu hoch war. Am Sonntag waren die Bedingungen auf der geplanten Strecke zwischen Eichenzell und Ziegel allerdings sehr gut, berichteten die Teilnehmer. Zudem war die DLRG die gesamte Zeit anwesend, um die Sicherheit der Kanuten garantieren zu können. Das Wetter war zwar insgesamt bescheiden, aber so etwas sei, laut Johannes Baumann, kein großes Problem für die Sportler, die viel gewöhnt seien. Im Ziel stand warmer Tee für die ankommenden Sportler zur Verfügung.
Aus sportlicher Sicht seien die Rennen, trotz der Corona-Pause und der internationalen Konkurrenz, ein Erfolg für den KC Fulda gewesen, fasste der Sportwart Aaron Reith des KC Fulda zusammen. Insgesamt gab es zehn Hessenmeister Titel für den KC Fulda und der für Düsseldorf startende Fuldaer Joshua Piaskowski wurde Zweiter in seinem Rennen und war gleichzeitig bester Deutscher. Der Dajek-Knittel-Preis-Gewinner Malte Schütt wurde in seinem Rennen Hessenmeister und belegte ebenfalls den zweiten Platz. Des Weitern fuhr die Fuldaer Studentin Christina Massini, die für Rosenheim startet, auf einen starken dritten Rang und der Sportklassenschüler des regionalen Talentzentrums Roman Kupka fuhr vor seinem Vereinskollegen Jasper Baumann und Lasse Bayer auf den ersten Platz.
Premiere feierte dieses Jahr die neue Lichtschranke des KCF. „Es war unsere erste Priorität, als wir das neue Organisationsteam gebildet haben“, berichtete Johannes Baumann. Vor der Anschaffung der neuen Technologie, wurden die Rennen noch per Hand gestoppt. Dieses Investment hebe definitiv die Qualität des Wettbewerbs und so erhoffen sich die Organisatoren auch neue Teilnehmer in den kommenden Jahren, denn dieses Jahr gab es rund 500 Starts, in den Jahren vor der Zwangspause waren es eindeutig mehr.
