Bürgermeisterin Marion Frohnapfel freute sich über den Baubeginn nach vielen Jahren der Vorbereitung. Das Freibad in Gotthards bedarf dringend einer Sanierung – eine Mammutaufgabe für die kleine Gemeinde Nüsttal, die nur dank kräftiger finanzieller Unterstützung machbar ist. Etwa 2,3 Millionen Euro soll die Sanierung und Modernisierung des Freibades nach aktuellem Stand kosten. 2019 erhielt die Gemeinde einen vorläufigen Förderbescheid aus dem Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur, 2022 folgte der endgültige Förderbescheid über 1,5 Millionen Euro. Zudem wurde vom Landkreis Fulda aus dem Kreisausgleichsstock eine Förderung in Höhe von 461.200 Euro zugesagt. Das Projekt habe bei den Fördermittelgebern sehr viel Anklang gefunden, so Frohnapfel. Grund dafür sei die hohe Einsatzbereitschaft der Bürgerin und Bürger sowie des Fördervereins des Freibades. „Es ist ein Gemeinschaftsprojekt“, sagte sie.
„Es ist das schönste Schwimmband in ganz Deutschland“, sagte der Bundestagsabgeordnete Michael Brand. Ausschlaggebend dafür seien die vielen Angebote und schöne Atmosphäre des Bades, besonders mit Kleinkindern: „Man hat sich überall und immer im Blick, egal wo man gerade ist“, sagte Brand. Die Gemeinde Nüsttal ist eine von wenigen, die durch das Bundesprogramm ihr Projekt mitfinanziert bekomme. Für Brand ist das Geld im Freibad in Gotthards auch bestens angelegt: „Es ist ein starkes Signal für den attraktiven ländlichen Raum“, betonte er. Dem konnte sich Landrat Bernd Woide nur anschließen. „Ein Freibad auf dem Land kann mehr als nur Erholung und Freizeit sein. Es kommt auf die Menschen an, die hier zusammen kommen“, so Woide. Einen besonderen Dank richtete er an den Förderverein des Freibades. „Ihr sorgt dafür, dass das Bad nicht nur gebaut, sondern auch betrieben wird“, sagte der Landrat. Ebenfalls vor Ort waren einige Ortsvorsteher aus der Gemeinde, darunter auch Simone Fritz aus Gotthards.
Die anstehenden Arbeiten sind in einzelne Bauabschnitte unterteilt. Die höchste Priorität hat die Erneuerung des Beckens mit der dazugehörigen Technik. Bereits begonnen wurde unter anderem mit dem Rückbau der Badewassertechnik. Der Bau des Edelstahlbeckens und die neue Badewassertechnik sowie die Statik konnten bereits beauftragt werden. Die Fertigstellung ist für das kommende Jahr geplant.
