Lokales FD 31.07.2023

Mit Renn-Bobby-Car am Hockenheimring – Regen bedroht Weltrekord

Fulda (as) – Auf einem Bobby-Car über den Hockenheimring rasen, darauf bereitet sich der 31-jährige Marcel Paul vor. Der Student der Hochschule Fulda will mit einem Elektro-Antrieb unter dem Spielauto am 10. August einen Weltrekord aufstellen. 120 Stundenkilometer plant er auf dem mit E-Motor modifizierten Spielauto zu erreichen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Sorgen macht sich der Student lediglich um das Wetter. Denn bei Regen fällt der Versuch ins Wasser.

Fotos: privat

Foto: Andreas Schellenberg

Der Weltrekordversuch werde am Hockenheimring im Hochgeschwindigkeits-Streckenabschnitt „Parabolika“ erfolgen, erklärt Paul. Kontakt zu den Betreibern habe er über einen Bekannten erhalten, welcher dort arbeite. Die Verantwortlichen wären schnell interessiert an der „verrückten Sache“ gewesen, meint er. Bis das Datum des 10. August aber feststand, habe es dennoch vier Monate gedauert. Der Versuch starte im Anschluss an einen privaten Rennbetrieb, gibt der 31-Jährige an. Die Nutzung der großen Strecke sei aus Sicherheitsgründen zu gefährlich gewesen. Stattdessen werde er im Kurvenbereich „Parabolika“ starten und versuchen möglichst wenig zu lenken: „Ich will einmal gerade durchfahren.“

Die vergangenen Tage bis zum Start seien bereits komplett für letzte Anpassungen verplant, erzählt der Bobby-Car-Fahrer: „Ich sitze dauerhaft dran. Gerade arbeite ich am Licht vom Fahrzeug.“ Das sei in der Anfangsphase des Projekts liegen geblieben, weil er und sein Kollege David Reimund von der Hochschule Fulda sich zunächst auf den Motor konzentriert hatten. Der 31-Jährige ist zuversichtlich, was die Technik angeht. Sorgen bereitet ihm eher der Wetterbericht: „Ich bin sehr gestresst, das macht mich fertig. Ich kann nicht fahren, wenn es regnet. Das ist mit den Bremsen nicht möglich.“ Eigentlich hatte Paul nach der Prüfungsphase einige Testfahrten geplant, um einige Einstellungen des Motors zu prüfen. Das sei aber bisher nicht möglich gewesen. Sollte das Wetter sich nicht bis zum Rekordversuch ändern, könne er höchstens bis zwei Tage vorher die Aktion absagen.

Fast 40 Leute werden beim Weltrekordversuch dabei sein, teilt der Student mit. Dazu zählen Vertreter der Hochschule, Freunde, Familie sowie Prüfer des Rekord-Instituts für Deutschland und Guiness World Records. Unterstützung bekommt er außerdem von mehreren Sponsoren, etwa NTG Neue Technologien GmbH & Co. KG aus Gelnhausen. Dort ist Paul als dualer Student beschäftigt und hat mit ihrer Hilfe den Unterboden für das Fahrzeug herstellen können. Die Reifen werden von CST gestellt, neue Kugellager wurden von SKF geliefert. Paul und Reimund wollen mit ihrer Aktion die Leistungsstärke von E-Motoren im Rennsport zeigen und gleichzeitig den Standort der Hochschule Fulda bekannter machen, welche das Projekt unterstützt.

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